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Musikgeschichte

Wie Bruckner an seinen Symphonien arbeitete

Simon Rattle im Gespräch mit Wilhelm Sinkovicz über die Bruckner-Ausgabe.Verlagsgruppe Hermann
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Sir Simon Rattle über die neue Wiener Urtext-Ausgabe der Symphonien Anton Bruckners und wie diese das Verständnis scheinbar bekannter Musik weiter fördert.

Sir Simon Rattle war jüngst wieder einmal in Wien, um – unter anderem – eine Symphonie von Anton Bruckner zu dirigieren. Wie schon in den letzten Jahren seiner Chefdirigentenposition bei den Berliner Philharmonikern verwendete er auch diesmal für die Konzerte mit dem London Symphony Orchestra eine Neuausgabe der Partitur der Siebenten Symphonie, die bei der Wiener Verlagsgruppe Hermann erschienen ist. Alexander Hermann ließ es sich nicht nehmen, dem Dirigenten bei dieser Gelegenheit auch ein druckfrisches Exemplar der eben erschienenen Ausgabe der Vierten Symphonie zu überreichen.

Bei dieser Gelegenheit sprach Rattle mit der „Presse“ ausführlich über die Bedeutung einer solchen wissenschaftlich erstellten Urtext-Ausgabe. „So etwas würde ich mir für viele Komponisten wünschen“, meint er, „im Fall von Bruckner ist eine solche grundlegende Dokumentation dessen, was der Komponist niedergeschrieben hat, vielleicht ähnlich kompliziert zu erstellen, wie es im Fall von, sagen wir, Leoš Janáček wäre. Ich glaube, bei keinem anderen Komponisten ist die Überlieferung der Partituren – und damit die Problemstellung für einen Interpreten, erraten zu müssen, was die Komponisten eigentlich wirklich wollten – so komplex wie bei diesen beiden.“