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Motorsport

"Mundl": Wer mit seinem Rallye-Auto tanzt

RALLY - Jaenner Rally 2023
Raimund Baumschlager gibt Gas,GEPA pictures
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Raimund Baumschlager, 63, gibt nach einer Herzoperation wieder Vollgas. Der PS-Doyen startet bei der Jänner-Rallye, er lacht, genießt – und freut sich auf den WM-Lauf in Freistadt.

Raimund Baumschlager lacht. Der Vergleich mit dem Quattro, der ja immerhin für eine grandiose Epoche der Rallye-Historie steht, schmeichelt dem Oberösterreicher „a bisserl“. Die Rallye-Ikone, 63, weiß aber, dass er ohne vier Stents, die er unlängst nach Atembeschwerden erhalten und deren Ursache er lang bloß als Corona-Folgen abgetan hat, noch immer nicht im geliebten Auto sitzen und tüchtig Gas geben würde. In gewisser Weise, da wird Baumschlager ruhig, und Demut holt den Evergreen ein, verdankt er seine Gesundheit einer Lizenzuntersuchung. Ohne sie hätte er nicht fahren dürfen, ohne sie wäre man den Gründen nie auf die Spur gekommen.

Dass der PS-Veteran wieder ins Cockpit wollte, lässt sich leicht nachvollziehen, wenn man seine Historie betrachtet. „Mundl“, wie man ihn ruft, war vierzehn Mal Staatsmeister, er tauchte seit 1982 ab und zu bei einem Lauf zur Rallye-WM auf, war VW-Werksfahrer und ist mit seiner 2003 gegründeten Baumschlager Rallye & Racing gern gebuchter Ausrüster, Entwickler, Berater oder Tester.

RALLY - Jaenner Rally 2023
GEPA pictures

Es ist seine 41. Saison im Motorsport, er ist einmal mit mehr, einmal mit weitaus weniger Budget unterwegs. Ob Opel Manta B i400, Mitsubishi Lancer Evolution, Škoda Fabia S2000 oder ein VW-WRC-Renner: Baumschlager verkaufte seine Drifts stets mit Schmäh und breitem Grinser.