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Leitartikel

Ökonomisch hat Russland diesen Krieg bereits verloren

(c) REUTERS (Denis Sinyakov)
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Unabhängig vom Ausgang auf dem Schlachtfeld ist das russische Geschäftsmodell Geschichte. Europa muss eine Alternative für einst billiges Gas finden.

Der von Wladimir Putin ausgerufene 36-stündige Waffenstillstand zum orthodoxen Weihnachtsfest wird von der Ukraine nicht angenommen. Ein Propagandasieg für den Kreml. Denn Kiew wurde in eine Lose-lose-Situation gebracht. So ist die Haltung der Ukraine nachvollziehbar, da Russland jüngst in Bedrängnis geraten ist und die Feuerpause wohl auch nutzen wollte, um Nachschub an die Front zu bringen. Gleichzeitig sollte gefühlsmäßig aber jede Chance, die Waffen schweigen zu lassen, genutzt werden. Wer das verweigert, hat den Schatten der Kriegstreiberei über sich. Grundsätzlich zeigt Putins Vorschlag jedoch auch, wie verrückt dieser und jeder Krieg ist. Indem das Morden und Zerstören wie bei einem Spielfilm einfach an- und abgeschaltet werden soll.

Militärisch ist es hingegen überhaupt nicht klar, wie es in der Ukraine heuer weitergehen wird. Die nun erfolgte Entscheidung westlicher Länder, der angegriffenen Ukraine auch die lang geforderten Panzer zu liefern, könnte im Frühjahr jedenfalls dazu führen, das aus Sicht von Kiew erfolgreiche Momentum aus dem Herbst fortzuführen. Wie dieser Krieg irgendwann enden wird, ist aber nach wie vor nicht zu sagen.