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Schuhfabrikant zahlt Renovierung des Kolosseums

Schuhfabrikant zahlt Renovierung Kolosseums
(c) AP (Alessandra Tarantino)
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Sponsoren, die bei Rettung von Monumenten helfen, dürfen diese dann für Werbung nutzen. Die Arbeiten am Kolosseum, dem Smog und Niederschläge zusetzen, sollen noch dieses Jahr beginnen.

Rom/Ag. Von Pompeji bis zum Kolosseum: Italiens Kulturdenkmäler zerbröseln, und die Regierung hat kein Geld für die Rettung der kulturellen Reichtümer. Die Suche nach privaten Sponsoren hat nun erste Ergebnisse gebracht: Der Gründer und Chef der italienischen Schuhfirma Tod's, Diego Della Valle, will mit 25 Millionen Euro die Restaurierung des Kolosseums in Rom finanzieren.

Gespräche zwischen „Mister Tod's“ und dem italienischen Kulturministerium sind derzeit im Gange, berichtete die Tageszeitung „Corriere della Sera“. Das Wahrzeichen Roms soll innerhalb von drei Jahren wieder auf Vordermann gebracht werden. Als Gegenleistung darf Della Valle das antike Bauwerk für Werbezwecke nutzen. Er versicherte, dass er sich dabei an klare Regeln halten werde. „Ich will ein Monument, das der ganzen Welt gehört, nicht mit Werbeplakaten bedecken“, sagte der Geschäftsmann zu.

 

Arbeiten beginnen noch heuer

Das Kulturministerium hatte im Vorjahr eine öffentliche Ausschreibung zur Rettung des Bauwerks in die Wege geleitet, die im Oktober vorerst ohne Ergebnis endete. Zwar hatten japanische und einige norditalienische Firmen Interesse signalisiert, die Restaurierung zu sponsern. Das Ministerium hatte die Angebote aber als unzulänglich abgelehnt.

Die Arbeiten am Kolosseum, dem Smog und Niederschläge zusetzen, sollen noch dieses Jahr beginnen. Das Amphitheater, mit 3,5 Millionen Besucher jährlich eines der beliebtesten Monumente der Welt, wird saniert und sandgestrahlt, auch das Gelände um das Monument wird einem Facelifting unterzogen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.01.2011)