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Serie: Gefühlssache

Wenn das Geld Beziehungen auf die Probe stellt

Die Lebensmittel, das Wohnen, der Restaurantbesuch oder der Urlaub: Alle scheinen nur mehr über die hohen Preise zu sprechen. Wirken sich diese auch auf die zwischenmenschlichen Beziehungen aus? Oder hat sich an unserem Miteinander nichts verändert?

Stimmen schwirren durch den Raum und mischen sich in die angenehme Atmosphäre im Kaffeehaus im neunten Wiener Gemeindebezirk. Kaffeetassen klirren, Kellner nehmen Bestellungen auf, die Tür geht auf und zu, Menschen kommen und halten Ausschau nach einem freien Platz. Es ist Mittwochvormittag. Wir befinden uns aber nicht nur mitten unter der Woche, wir befinden uns auch in einer Zeit der hohen Inflation, in einer Zeit, in der es, so scheint es, nur mehr ein Thema gibt: die hohen Preise. Sie schweben über allem. Wir müssen sparen, so das Mantra. Aber wie spiegelt sich das in der Gesellschaft wider? Erlebt man unter der Jugend enttäuschte Pubertierende, die unter dem Christbaum kein neues iPhone vorgefunden haben? Lernt man seinen potenziellen zukünftigen Partner nun erst recht nicht mehr auf der Tanzfläche, sondern nur mehr online kennen? Trifft man Freunde zu Hause anstatt im Restaurant?

„Bei uns hat sich nicht wirklich viel verändert“, sagt Franziska Arnfelser, die mit ihren Freunden an einem der Tische Platz genommen hat. Sie sind zum Frühstück verabredet. „Es findet eigentlich alles statt wie früher. Aber vielleicht mit schlechterem Gewissen.“ Ihre Begleiter, Nico Stockreiter und Christoph Wurbs, stimmen ihr zu: „Man will sich ja weiterhin mit seinen Freunden treffen. Und was machst du mit Freunden, ohne Geld auszugeben? Was machst du im Winter? Man kann was trinken gehen oder ins Kino, aber das alles kostet genauso Geld. So gehst du eben essen und genießt dabei die Zeit mit Freunden.“

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