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Das Rezept mit Buch- und Eventtipp

Geschmortes Huhn mit Lauch, Orzo, Erbsen und Petersilie

Zutaten für 3 Personen: 3 Esslöffel Oliven- oder anderes Pflanzenöl, 6 große Hähnchenoberschenkel (oder 3 im Gelenk halbierte ganze Schenkel), 250 g Lauch, 1 l Hühner- oder Gemüsebrühe, 1/2 unbehandelte Zitrone, 6 Pfefferkörner, 200 g Orzo, 150 g Erbsen (ohne Hülsen oder tiefgekühlt), 1 kleine Handvoll Petersilien- oder Estragonblätter

Zubereitung: Das Öl in einem großen, ofenfesten Topf mit Deckel erhitzen, die leicht gesalzenen Hähnchenschenkel hineinlegen und von beiden Seiten goldbraun anbraten. Herausnehmen und beiseitestellen. Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Die Lauchwurzeln und -blattspitzen entfernen und die Stangen in ungefähr korkengroße Stücke schneiden. Gründlich waschen, um alle zwischen den Schichten versteckten Sandkörner zu entfernen. Den Lauch trocken tupfen und im Hühnertopf etwa 5 Minuten bei mäßiger Hitze andünsten – mit Deckel, damit er weich, aber nicht braun wird. Die Brühe zugießen und unter Rühren zum Kochen bringen; dabei die halbe Zitrone, die Pfefferkörner und einen Teelöffel Salz zugeben. Sobald die Brühe kocht, die Orzo-Nudeln hineinschütten und 3 Minuten mitgaren. Die Hühnerstücke wieder dazugeben und mit Deckel 35 Minuten im Ofen backen.

Den Deckel abnehmen, die Erbsen hineinkippen und noch 5 Minuten in den Ofen stellen. Abschmecken, Estragon und Petersilie unterrühren und in Schalen servieren, mit Löffeln.

Buch: Das Rezept stammt aus Nigel Slaters Rezeptesammlung „A Cook's Book“ (siehe unten), entstanden aus dem Bedürfnis nach Trost während der Pandemie. Zunächst habe er mit verschiedenen geschmorten Salaten experimentiert, beschreibt Slater – bis er dann auf Orzo kam, der der Sauce ebenfalls eine samtige Textur verleiht. Als Dessert empfiehlt er Rhabarber, mit braunem Zucker im Ofen gebacken und mit Schlagobers serviert – wenn der Frühling dann da ist.

Buchtipp

Für Christian Seiler (siehe Interview) ist er ein Vorbild: Nigel Slater mit seinen Kolumnen, die seit mehr als 20 Jahren wöchentlich im britischen „Observer“ erscheinen. Sie sind unverkennbar und in ihrer Mischung aus Melancholie und Wohlgefühl fast schon poetisch, Slaters Rezepte sind klar und bodenständig und niemals von irgendwelchen Moden getrieben: In seiner Londoner Küche kocht er gebackene Zwiebeln mit Taleggiosauce, Nudeln mit Linsen und Sauerrahm, Huhn mit Miso und Honig, Zwetschkencrumble oder heißen Reispudding mit Äpfeln: „Tröstlich wie ein alter Teddybär“. Seine Lieblinge hat er für das jüngste Kochbuch überarbeitet und durch neue Rezepte ergänzt, herausgekommen ist ein 500 Seiten starker Wälzer. Absolute Empfehlung (nicht nur) für alle, die noch keinen Slater zu Hause stehen haben.

A Cook's Book Nigel Slater Dumont Verlag, 512 Seiten, 44,50 Euro

Event

Ein Monat ohne Alkohol
Im Jänner kann man sich in Fleischverzicht üben – oder am Dry January teilnehmen.

Vergangene Woche war an dieser Stelle vom Veganuary zu lesen – das ist aber nicht die einzige Challenge, die man sich für den Jänner vornehmen kann. Es gäbe auch noch den Dry January, sprich: eine Pause vom Alkoholkonsum, im großen Stil zum ersten Mal vor zehn Jahren in Großbritannien ausgerufen. Langweilig muss es in dieser Zeit nicht werden, es gibt mittlerweile einiges an Alternativen ohne Alkohol: von immer zahlreicheren alkoholfreien Bieren über Verjus statt Wein bis zu diversen alkoholfreien Cocktails. Ideen zu Letzteren findet man unter anderem im vergangenes Jahr neu aufgelegten Buch „Alkoholfreie Drinks“ von Eva Derndorfer und Elisabeth Fischer (Brandstätter Verlag).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.01.2023)