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Lokalkritik

Unter 20 Euro: Schottentor

Fat Monk
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Besser essen rangiert unter den Neujahrsvorsätzen weit oben. Beim Schottentor kann man das versuchen. Manches überzeugt mehr als anderes.

Ich weiß ja nicht, was Sie sich im neuen Jahr vornehmen, aber hier sind die Vorsätze nicht sehr ausgefallen: weniger ins Handy schauen, mehr bewegen – und besser essen. Könnte so schon ein- oder zweimal in der Liste gewesen sein, aber halten wir es mit Samuel Beckett: Try again. Fail again. Fail better. Wir probieren das also beim Schottentor – hier hat sich in jüngerer Zeit ein regelrechter Cluster an Lokalen gebildet, die gesunde, frische Mittagsküche anbieten. Jüngster Neuzugang: der inzwischen vierte Standort des Fat Monk in der Schottengasse. Hier gibt es Bowls, Bowls, Bowls. Und die schmecken nach – ja: Bowls halt. Reis, Edamame, Kraut, süßlich-scharfes Dressing und so weiter, überraschend gut sind die Fake-Hühnerstückchen aus Erbsenprotein (12,90 Euro).

Salate, die man sich selbst zusammenstellen kann, gibt es gegenüber im Kalou: zum Beispiel aus Babyspinat und Quinoa, darauf Currykarfiol, Rote Rüben und Brokkoli, etwas Hummus, Tortillas für den Crunch, Parmesan – oder auch ganz anders. Ob der Vielzahl an Möglichkeiten ist man ein bisschen überfordert, die finale Schüssel (ab 8,90 Euro) ist sicher gesund, irgendwas fehlt aber – vielleicht das falsche Dressing gewählt. Andere Gerichte gibt es aber eh auch, von Curry bis Parmigiana, empfehlenswert ist etwa das Crunchy Chicken (6,90 Euro). Durchwegs gut wird es hundert Meter weiter unten: im winzigen Topf&Deckel, das mit seiner Auswahl an Salaten und Hauptgerichten ein bisschen an die Hidden Kitchen erinnert, die inzwischen eine eingeschworene Fangemeinschaft hat. Der Rote-Rüben-Krautsalat ist ein bisschen gar grob (kleine Portion: 4,90 Euro, groß: 7,90 Euro), das Tandoori Chicken (5,90/9,30 Euro) dafür fein und aromatisch, selbiges gilt für das Kichererbsen-Kürbis-Gemüse mit Minz-Gurken-Joghurt (5,90/9,30 Euro). Die weiße Schokocreme als Dessert (3,90 Euro) muss dagegen nicht unbedingt sein: Süßes sollte man im gesunden neuen Jahr aber eh nicht essen.

Alles in allem: Es gibt Alternativen zum Mittagsweckerl – manche überzeugender als andere.

Fat Monk, Schottengasse 7; Kalou, Schottengasse 4; Topf&Deckel, Schottengasse 3a.

www.diepresse.com/essen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.01.2023)