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Interview

Christian Seiler: „Man darf die Freude am Essen nicht verlieren“

„Es gibt diese Einladungen, bei denen du als Gast immer zur Bewertung erpresst wirst, es sei so gut wie im Sterne- restaurant“, sagt Christian Seiler, hier im Gasthaus Wolf.
„Es gibt diese Einladungen, bei denen du als Gast immer zur Bewertung erpresst wirst, es sei so gut wie im Sterne- restaurant“, sagt Christian Seiler, hier im Gasthaus Wolf.Clemens Fabry
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Alles wird gut, verspricht Christian Seiler in seinem neuen (Koch-)Buch. Ein Gespräch über Moral und Missgeschicke, lächerlichen Fundamentalismus und die beste Küche der Welt.

Alles wird gut: Der Titel Ihres neuen Kochbuchs mit einer Fülle von Rezepten und Texten übers Essen ist in Zeiten, in denen uns permanent schlechte Nachrichten um die Ohren fliegen, irgendwie wohltuend. Ist das ein Versprechen übers Essen hinaus?

Christian Seiler: Die Weltrettung kann ich nicht versprechen. Aber Tatsache ist, dass ein gelungener Moment, der mit einem gelungenen Essen zusammenhängt, ein großer Trost sein kann. Gerade in Zeiten, in denen viele Dinge passieren, die einem Sorgen bereiten.

Gibt es ein spezielles Gericht, das Sie zubereiten, wenn Sie Trost brauchen?

Da gibt es viele. Manchmal gibt man sich mehr Mühe und holt weiter aus, aber am großartigsten finde ich eigentlich das ganz Elementare: Kartoffeln mit Butter, das ist so etwas Köstliches. Auch ein gutes Brot mit Butter und Schnittlauch, eine Pasta mit Tomatensoße: Das sind die Dinge, wo man das Gefühl hat, man ist gut aufgehoben und in Sicherheit.