Kritikwelle

Ausgestopftes Rind in Supermarkt sollte für Wurst werben

Rinder auf einer Wiese in Deutschland (Symbolbild).
Rinder auf einer Wiese in Deutschland (Symbolbild). (c) Getty Images (Jens Schlueter)
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Mit „Anton“ wollte ein Supermarkt in Deutschland auf die Regionalität seiner Fleischwaren hinweisen. Die Aktion ging nach hinten los, das Rind wurde bereits entfernt.

Das ausgestopfte Rind „Anton“ sollte in einem Supermarkt im brandenburgischen Hennigsdorf für regionale Wurst werben - das hat für viel Kritik gesorgt. Nicht nur auf sozialen Medien wurde die Aktion beanstandet, die Tierschutzorganisation Peta sprach von einem „makabren und respektlosen Missbrauch eines toten Tieres“.

„Es ist absolut zynisch, die Leiche eines fühlenden Lebewesens zu präparieren und sie als vermeintliche Dekoration zwischen tierischen Produkten wie Leberwurst aufzustellen“, teilte Peta mit. Die Organisation forderte, „Anton“ zu entfernen. Nach Berichten ist das mittlerweile auch geschehen.

Rechtfertigung durch Freilauf

Edeka verteidigte die Werbeaktion. „Bei dem Rindermodell handelt es sich um ein Ausstellungsstück eines regionalen landwirtschaftlichen Betriebs (mit freilaufenden Rindern) aus Brandenburg, mit dem im Rahmen einer Aktion auf die Produkte des Lieferanten hingewiesen werden sollte“, teilte eine Sprecherin des Unternehmens mit. „Bisher wurde das von unseren Kunden durchaus positiv aufgenommen.“ 

Die „FAZ“ zitierte eine Sprecherin von Edeka am Samstag mit dem Satz: „Der landwirtschaftliche Betrieb hat das Modell bereits abgeholt.“ Die Edeka-Gruppe äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Grund. Anfang Jänner hatte Edeka die Aktion „#Veginner“ für vegetarische Ernährung gestartet.

Die Werbeaktion mit „Anton“ hatte zunächst bei Instagram für Kritik gesorgt. Eine Nutzerin postete ein Foto und nannte die Aktion geschmacklos, worauf eine Debatte auf Twitter losgetreten wurde.

(APA/red)


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