USA zwingen Twitter zur Herausgabe von Wikileaks-Infos

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(c) AP (Fareed Khan)

Die Jagd auf Wikileaks-Unterstützer ist eröffnet: Der Kurznachrichtendienst Twitter muss persönliche Daten über Assange und seine Vertrauten herausgeben. Das ordnete ein US-Gericht laut Wikileaks an.

Die US-Regierung fordert laut Wikileaks per Gericht Informationen von dem Kurznachrichtendienst Twitter über die Enthüllungsplattform. Dabei gehe es um die privaten Nachrichten von Assange, Kontaktinformationen und andere persönliche Details zu dem Australier sowie drei weiteren Personen, die mit der Plattform in Verbindung stehen, berichtete Wikileaks am Samstag. Das in San Francisco ansässige Unternehmen Twitter lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Enthüllungsplattform teilte weiter mit, sie vermute, dass andere US-Internetfirmen ebenfalls von den Behörden im Zuge der Ermittlungen kontaktiert worden seien. Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hatte mit der Veröffentlichung geheimer amerikanischer Diplomatenberichte Furore gemacht. Die USA prüfen derzeit, ob sie gegen WikiLeaks-Gründer Julian Assange eine Klage einreichen.

USA schützen von Wikileaks genannte Personen

Zudem haben die USA von Wikileaks genannte Personen unter ihren Schutz gestellt. Etwa eine Handvoll seien in Sicherheit gebracht worden, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums am Freitag mit. Weltweit seien mehrere Hundert vor möglichen Repressalien gewarnt worden. Dazu gehörten Bürgerrechtler, Journalisten oder Regierungsangestellte. Weitere Details wollte der Sprecher nicht nennen.

(APA/Reuters)