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Interview

Oscar Bronner ist 80: „Und so habe ich es halt probiert“

Oscar Bronner: „Ich habe lange und mühsame Kämpfe gefochten, um die Zeitung unabhängig zu halten.“
Oscar Bronner: „Ich habe lange und mühsame Kämpfe gefochten, um die Zeitung unabhängig zu halten.“Carolina Frank
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Mediengründer Oscar Bronner wird am 14. Jänner 80. Heute schafft er Skulpturen statt Printmedien. Im Interview erklärt er, wieso er sich immer mehr als Künstler sah, der im Brotberuf erfolgreich Medien macht. Dem von ihm 1970 gegründeten „Profil“ wünscht er viel Glück. Und warum ist er immer noch Herausgeber des „Standard“? „Primär, damit niemand anderer Herausgeber ist.“

Herr Bronner, wir sitzen in Ihrem Atelier, rund um uns viele Skulpturen, die Sie gemacht haben. Es erinnert also viel an Ihre künstlerische Arbeit, an Ihre publizistische Arbeit auf den ersten Blick eigentlich nichts.
Oscar Bronner: Die findet auch nicht hier statt und sie findet für mich schon lange überhaupt nicht mehr statt. Weil ich mich schon vor vielen Jahren aus der operativen Tätigkeit beim „Standard“ zurückgezogen habe und jetzt nur noch mein anderes Leben lebe – das des Bildhauers und Malers. Und daher sind wir hier von Skulpturen und Gemälden umringt.

Sie haben aber doch den größeren Teil Ihres Lebens mit Medien verbracht. Welchen Stellenwert haben gedruckte Zeitungen heute noch für Sie?
Für mich einen sehr hohen, weil ich es vorziehe, die Zeitung am Papier zu lesen. Das zeigt allerdings auch mein Alter. Trotzdem bin ich fasziniert von der digitalen Version und den Möglichkeiten, die sich da aufgetan haben. Ich war auf diesem Gebiet zwar nicht der Pionier bei uns im Haus, aber als meine Pioniere das machen wollten, war ich sofort begeistert.

Gibt es heute etwas beim „Standard“, bei dem Sie nicht mehr mitkommen?