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Wäsche

Neu? Nein, sorgfältig gewaschen

Marion Kauschitz ist seit 2005 für die Pingouin Wollboutique in der Alserstraße tätig, sie kennt ihre Kunden gut und schätzt deren Vertrauen.
Marion Kauschitz ist seit 2005 für die Pingouin Wollboutique in der Alserstraße tätig, sie kennt ihre Kunden gut und schätzt deren Vertrauen.Die Presse/Clemens Fabry
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Verfärbt, verkleinert, verwaschen: Wer Kleidung lang tragen möchte, hat bei der Wäsche viel zu beachten. Vor allem, wenn es sich dabei um selbst gestrickte Wollpullover handelt.

In der kalten Jahreszeit steigt das Bedürfnis danach, es sich zu Hause gemütlich zu machen. Eingekuschelt in der selbst gestrickten Tagesdecke, die noch vor wenigen Wochen unter dem Christbaum lag, steht einem Film- oder Leseabend nichts mehr im Weg. Höchstens der Partner möchte auch noch Platz unter – und die Katze auf – der Decke finden. Dann müssen Omas Wollsocken hervorgeholt werden, um es wohlig warm zu haben. Oder doch Tantes Schal? Selbst der Onkel hat angefangen, sein textiles Geschick auf die Probe zu stellen. Für eine Katzenpfote reicht es allemal aus.

„Das Besondere an selbst gestrickter Kleidung ist, dass sie neben dem funktionellen auch einen emotionalen Wert hat. Schließlich ist es mit viel Zeit und Mühe verbunden, ein Stück selbst herzustellen. Dabei wird auf eine passende Farbauswahl geachtet und das Material abgestimmt. Viele verstehen es als Ausdruck der Liebe“, erzählt Marion Kauschitz, Inhaberin der Pingouin Wollboutique in der Wiener Josefstadt. Und so komme es auch zu Trennungsschmerz, wenn der Cardigan nach dem Waschen plötzlich nur mehr dem Kuscheltier passt. „Bei uns haben Kunden auch schon angefangen, vor Verzweiflung zu weinen“, sagt sie. „Aber wir haben leider keine Zauberkräfte, um Pullover wieder groß zu bekommen oder verfilzte Socken aufzulockern.“ Deshalb sei es umso wichtiger, Mythen rund ums Waschen von Wolle aufzudecken.