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Was dem ORF 2011 blüht: Neuer Chef, neuer Sender

2011 blueht Neuer Chef
(c) APA (Harald Schneider)
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Das neue Jahr hat der ORF mit einem Design-Relaunch von "ORFeins" begonnen, die Quoten sind ein wenig angestiegen. Nach dem turbulenten Herbst folgt ein ruhigerer Frühling. Gewählt wird erst im Sommer.

Die weihnachtliche Verschnaufpause war notwendig. Der ORF durfte sich in den vergangenen 14 Tagen von einem turbulenten Herbst erholen. Zuletzt hat dem öffentlich-rechtlichen Sender sogar der Gebührenzahler ein verspätetes Weihnachtsgeschenk beschert: Die Quoten sind ein wenig angestiegen. Kein echter Grund für anhaltenden Jubel, denn die Einschaltzahlen gehen in dieser Jahreszeit traditionell hinauf.

Noch kurz vor dem Heiligen Abend hat der ORF das Konzept für den neuen Kulturspartenkanal bei der KommAustria eingereicht, die nun bis zu sechs Monate Zeit hat, das Konzept zu prüfen. Als möglicher Name des Senders, der im April statt TW1 on air gehen soll, kursiert „Artinfo“. Das neue Jahr hat der ORF mit einem Design-Relaunch von „ORFeins“ begonnen. Der Sender soll dadurch ein moderneres Image erhalten.

 

Vorverlegung abgeblasen

Nach einem turbulenten Herbst geht der ORF nun in ein etwas ruhigeres erstes Quartal 2011, die erste Stiftungsratssitzung wird erst im März sein. Einige Aufräumarbeiten im Bereich Personal sind nach dem Chaos im Herbst noch zu tun. Kommunikationschef Pius Strobl hat im November freiwillig seinen Sessel geräumt, er will bald mit einer eigenen Beratungsfirma neu starten. Sein interimistischer Nachfolger, der Wrabetz-Intimus Martin Biedermann, ist seit Jänner Leiter der neu gegründeten Marketing Service-GmbH des ORF; der Austria Presse Agentur sagte er am Freitag, er wolle sich auch offiziell um den Posten des ORF-Kommunikationschefs bewerben, den er faktisch schon innehat.

So gut wie vom Tisch ist die Vorverlegung der Neubestellung des Generaldirektors: Gewählt wird ziemlich sicher am 9.August. Die Terminkalender der Mediensprecher der Parlamentsparteien sind allerdings auch im Jänner voll mit ORF-Verhandlungen. Nur geht es nicht mehr um eine Vorverlegung, sondern um die Verteilung der Posten. Das Gesetz sieht nur mehr vier statt sechs Direktoren vor. Zudem werden 2011 gleich mehrere Landesdirektorenposten vakant. Der SP-Mann Alexander Wrabetz will ein zweites Mal als ORF-General antreten, was er allerdings offiziell noch nicht bestätigt hat. Als möglicher Kandidat der ÖVP kursiert immer wieder Gerhard Zeiler.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.01.2011)