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Gesundheit

Sollten statt Medikamenten nur noch Wirkstoffe verschrieben werden?

Derzeit dürfen Apotheker in Österreich vom verschriebenen Medikament nur nach Rücksprache mit dem Arzt abweichen.Die Presse
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Gesundheitsminister Johannes Rauch will die sogenannte Aut-idem-Regelung so schnell wie möglich einführen. Statt Medikamenten könnten Ärzte dann Wirkstoffe verschreiben. So Manches spricht dagegen.

Immer dann, wenn es bei der Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln zu Problemen kommt, wird sie aufs Tapet gebracht – die sogenannte Wirkstoffverschreibung, auch bekannt als Aut-idem-Regelung. Aut-idem steht für „oder das Gleiche“.

Ärzte würden dann also entweder (wie bisher) bestimmte Medikamente (Markennamen) verschreiben oder nur den Hauptwirkstoff des entsprechenden Medikaments, sodass Apotheker auf andere Präparate mit dem gleichen Hauptwirkstoff – also auf Generika – ausweichen dürften. Beispielsweise dann, wenn die verschriebene Marke derzeit nicht erhältlich, weil nicht lieferbar ist.

Die Apothekerkammer befürwortet den Vorstoß von Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne), diese Regelung – eine entsprechende Verordnung ist in Arbeit und soll in den kommenden Wochen präsentiert werden – in Österreich einzuführen. Die Ärztekammer, der Verband der pharmazeutischen Industrie (Pharmig) sowie der Österreichische Generikaverband (OeGV) sind dagegen.

Welche Vorteile hätte die Einführung der Wirkstoffverschreibung?