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Urschitz meint

Wenn man Dilettanten ans Stromnetz lässt

Stromnetze sind hochkomplexe Gesamtkunstwerke, bei denen man nicht planlos an einzelnen Stellen herumschrauben kann, ohne das ganze Konstrukt zu gefährden.(c) IMAGO/snowfieldphotography (IMAGO/D. Kerlekin)
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Die Stromversorgung wird von der Politik mutwillig destabilisiert.

Am vergangenen Sonntag erreichte die Bewohner von Baden Württemberg eine seltsame Nachricht: Sie mögen bitte von 17 bis 19 Uhr möglichst wenig Strom verbrauchen. Es sei nämlich eine „angespannte Situation“ im Netz zu erwarten: In Norddeutschland werde sehr viel Windstrom anfallen, der mangels Leitungen nicht in den Süden transportiert werden könne. Um gefährliche Engpässe zu vermeiden, müssten dort Kraftwerke hochgefahren werden, die das Land nicht (mehr) hat.

Ein Atomkraftwerk wäre jetzt natürlich praktisch gewesen. Etwa in Philippsburg. Blöderweise ist das aber, obwohl funktionsfähig, 2021 abgeschaltet worden. Kurzfristig aushelfen müsste die Schweiz. Zu Apothekerpreisen, wie in solchen Fällen üblich. Außer die Konsumenten, die solche „Redispatch“-Kosten bezahlen, treten auf die Stromverbrauch-Bremse.

Warum wir das so breittreten?