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Bildungsbau

Alsergrund: Grundstein für MedUni Campus Mariannengasse

Geplante Glasfassade zur Spitalgasse.
Geplante Glasfassade zur Spitalgasse.© Delugan Meissl Associated Architects / Architektur Consult
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Mit Mensa, neuer Durchwegung und drei Hörsälen: Auf 35.000 m² werden neue Gebäude und sanierter Bestand zum Campus für Forschung und Lehre am Standort Mariannengasse/Spitalgasse gebündelt.

Auf insgesamt 35.000 m² Nutzfläche werden bisher verstreute vorklinische Einrichtungen zusammengeführt und mit moderner Infrastruktur für den Lehrbetrieb verbunden. So werden rund 750 Wissenschaftler auf den neuen Campus übersiedeln. Etwa 2000 Studierende werden dort ihre Lehrveranstaltungen absolvieren. Durch die räumliche Nähe zum AKH und das neue Hi-Tech-Arbeits- und Ausbildungsumfeld werden in weiterer Folge auch Patienten unmittelbar davon profitieren.

MedUni-Wien-Rektor Markus Müller und Hans-Peter Weiss, CEO der Bundesimmobiliengesellschaft bei der Grundsteinlegung.
MedUni-Wien-Rektor Markus Müller und Hans-Peter Weiss, CEO der Bundesimmobiliengesellschaft bei der Grundsteinlegung.© APA/Fotoservice/Hörmandinger

 

Glaselemente zur Spitalgasse

Architektonische Visitenkarte ist eine 70 Meter lange, strukturierte Fassade mit großflächigen Glaselementen entlang der Spitalgasse. Gegliedert wird der Campus in einen Allgemein-, Lehr- und Forschungsbereich. In der Sockelzone des Hauptgebäudes sind drei große Hörsäle angeordnet, weitere Seminar- und Übungsräume befinden sich im ersten und zweiten Obergeschoß. Hinzu kommen Aufenthaltsbereiche und Lernzonen für die Studierenden.

Die Flächen für die Forschung sind im dritten bis siebenten Stock untergebracht. Als Bindeglied zwischen Alt und Neu befindet sich im Erdgeschoß des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes die Mensa. Quer durch den Campus wird eine öffentliche Durchwegung von der Spitalgasse (Altes AKH) in Richtung Lazarettgasse (AKH) geschaffen. Generalplaner ist eine ARGE aus Delugan Meissl Associated Architects und Architektur Consult, Bauherr die BIG Bundes-Immobiliengesellschaft.

 

In drei Jahren bezugsfertig

Das ursprüngliche Investitionsvolumen beträgt 340 Mio. Euro inkl. Erstausstattung und Einrichtung; die exorbitant gestiegenen Baukosten und die hohe Inflation führen zu Mehrkosten von rund 55 Mio. Euro, die über eine Budgeterhöhung vom Wissenschaftsministerium gedeckt werden. Die Fertigstellung ist bis 2026 geplant.

Medizinische Universität Wien

Die Medizinische Universität Wien (kurz: MedUni Wien) ist eine der traditionsreichsten medizinischen Ausbildungs- und Forschungsstätten Europas. Mit rund 8000 Studierenden ist sie heute die größte medizinische Ausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum. Mit 6000 Mitarbeitern, 30 Universitätskliniken und zwei klinischen Instituten, 13 medizintheoretischen Zentren und zahlreichen hochspezialisierten Laboratorien zählt sie zu den bedeutendsten Spitzenforschungsinstitutionen Europas im biomedizinischen Bereich. Die MedUni Wien besitzt mit dem Josephinum auch ein medizinhistorisches Museum.