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USA

Fed-Notenbankerin: Zinsen müssen ein wenig über fünf Prozent steigen

Fed-Gebäude in New York.
Fed-Gebäude in New York.APA/AFP/Angela Weiss
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"Wir sind nicht über fünf Prozent, was aus meiner Sicht angesichts meiner Konjunktur-Prognosen notwendig sein wird."

Die US-Notenbank Fed muss aus Sicht der Präsidentin der Fed-Filiale von Cleveland, Loretta Mester, im Kampf gegen die Inflation die Zinsen ein wenig über die Spanne von 5,0 bis 5,25 Prozent angeben. "Wir sind noch nicht bei fünf Prozent, wir sind nicht über fünf Prozent, was aus meiner Sicht angesichts meiner Konjunktur-Prognosen notwendig sein wird", sagte Mester in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der Associated Press.

"Ich denke einfach, dass wir weitermachen müssen, und wir werden auf der Sitzung diskutieren, wie viel zu tun ist", so Mester. Der aktuelle Leitzins liegt seit einer Erhöhung um einen halben Prozentpunkt im Dezember in der Spanne zwischen 4,25 und 4,50 Prozent.

Wie groß wird der Zinsschritt?

"An den Finanzmärkten wird derzeit davon ausgegangen, dass die Fed auf ihrer nächsten Sitzung am 31. Jänner und 1. Februar beschließen wird, die Leitzinsen nur um einen viertel Prozentpunkt anzuheben, da die Inflation inzwischen bereits ihren Höhepunkt überschritten zu haben scheint. "Es gibt gute Anzeichen dafür, dass sich die Dinge in die richtige Richtung bewegen", sagte Mester. Einen wie großen Zinsschritt sie auf der kommenden Zinssitzung favorisiert, sagte sie nicht.

Unterdessen vertrat ihr Notenbank-Kollege James Bullard, Präsident der Fed-Filiale von St. Louis, die Ansicht, dass die Fed den Leitzins "so schnell wie möglich" auf über fünf Prozent anheben sollte, bevor sie mit ihren Zinserhöhungen pausiert. Auf einer Veranstaltung des "Wall Street Journal" am Mittwoch sagte er auf die Frage, ob er für eine weitere Zinserhöhung um 0,50 Prozentpunkte offen sei: "Warum nicht dorthin gehen, wohin wir gehen sollen? Warum hinhalten?" Er sei der Ansicht, dass die Vorgehensweise des Vorziehens von Zinserhöhungen mit größeren Schritten um einen dreiviertel und einen halben Prozentpunkt gut funktioniert habe. Er sehe keinen Grund dafür, damit aufzuhören, bis der Leitzins näher an dem Niveau sei, das als wahrscheinlicher Endpunkt gesehen werden könne.

Die Fed-Oberen hatten in ihrem Zinsausblick vom Dezember für Ende 2023 im Mittel ein Leitzinsniveau von 5,1 Prozent veranschlagt. Zuletzt hatten sich Fed-Vertreter offen gezeigt, auch über einen kleineren Zinsschritt um 0,25 Prozentpunkte auf der kommenden Sitzung nachzudenken.

(apa)