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Interview

Auch ein Babyfoto kann bei Pädophilen landen

Barbara Schloßbauer in den Räumlichkeiten von "Stopline".
Barbara Schloßbauer in den Räumlichkeiten von "Stopline".wildbild/Herbert Rohrer
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Barbara Schloßbauer von der Meldestelle Stopline über die Gefahr, dass die Fotos der eigenen Kinder in einschlägige Foren gelangen.

Barbara Schloßbauer ist Projektleiterin der Meldestelle Stopline und engagiert sich dort seit mehr als 20 Jahren gegen pädosexuelle Verbrechen. Im Interview erzählt sie, warum viele der Fotos und Videos, die in einschlägigen Foren landen, mittlerweile von Jugendlichen und Kindern selbst gemacht werden und warum auch Eltern aufpassen müssen, welche Bilder und Videos sie im Netz teilen.

Die Zahlen von Kindesmissbrauchsdarstellungen sind weltweit in die Höhe geschossen. Auch Ihnen werden deutlich mehr solcher Fotos und Videos im Netz gemeldet. Warum ist das so?

Barbara Schloßbauer: Das hat vielfältige Gründe. Einerseits gibt es ein steigendes Bewusstsein in der Bevölkerung dafür, also werden mehr Webseiten gemeldet. Andererseits stieg durch Covid der Internetkonsum, damit stoßen mehr Menschen auf solche Inhalte. Parallel dazu ist es auch leichter geworden, Material online stellen. Jeder hat sein Gerät dafür in der Hosentasche.


Unter Missbrauchsdarstellungen fallen ja nicht nur Bilder von Kindern, die von Erwachsenen missbraucht werden.