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Die Menschenaffen im Kongo bekommen ihre Jungen in unterschiedlichen Abständen von zwei bis acht Jahren.
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Biologie

Junge Bonobos stressen die Geschwister

Das Stresshormon Kortisol steigt stark an, wenn Bonobos ein Geschwisterchen bekommen. Auch das Immunsystem der Älteren leidet mit der Geburt des neuen Kinds. Die Ursache ist unklar: Mit der Entwöhnung und dem Abstillen hängt es nicht zusammen.

Der „Prinzensturz“ ist ein bekanntes Phänomen aus der Verhaltensentwicklung. Es bezeichnet die Phase, in der ein Kind plötzlich die Aufmerksamkeit seiner Mutter teilen muss, wenn ein neues Geschwisterchen kommt. „Jede Mutter, die mehr als ein Kind hat, beschäftigt sich mit der Frage“, sagt Andreas Berghänel vom Domestication Lab der Vet-Med-Uni Wien. Auch in der Einzelkindforschung gibt es die Frage, wie sich Menschen entwickeln, die nie diese Entmachtung erlebt haben.

„Aber bei Menschen wurde noch nie physiologisch untersucht, was mit den Kindern passiert, wenn das Geschwisterkind geboren wird“, so Berghänel. Es gibt zwar viele Verhaltensstudien, aber keine Daten zu Stresshormonen oder Stoffwechselreaktionen der älteren Geschwister. Daher bearbeitete Berghänel mit internationalen Kolleginnen und Kollegen die Fragen anhand von Tieren, die Menschen am ähnlichsten sind: Affen.

Forschung im Freiland