Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Leitartikel

Später in Pension gehen: Ist das denn gar so ein Tabubruch?

Senioren im Wiener Prater
Senioren im Wiener Prater: Wer will schon später in Pension? Eh kein Mensch? Irrtum.Die Presse (Clemens Fabry)
  • Drucken
  • Kommentieren

Arbeiten neben der Pension soll attraktiver werden, und warum auch nicht. Aber was spricht dagegen, den Pensionsantritt freiwillig hinauszuschieben?

Der Fachkräftemangel. Und die Babyboomer, die – soweit sie überhaupt noch arbeiten – demnächst alle in Pension gehen und damit die Misere noch schlimmer machen. Das Thema ist allgegenwärtig. Weiterarbeiten in der Pension soll deshalb attraktiver werden, dafür gibt es einige Ideen. Etwa, dass dann die Pensionsbeiträge wegfallen könnten, damit mehr Netto vom Brutto bleibt.

Und ja, darüber kann man durchaus nachdenken, warum auch nicht. Wobei sich schon die Frage stellt, warum nur diese Gruppe besonders fördern? Der Arbeitsmarkt braucht andere auch. Langzeitarbeitslose. Und Teilzeitkräfte, die gern mehr arbeiten würden, aber mangels Kinderbetreuungsplätzen nicht können. Wie unterstützt man sie? Ein gänzliches Wegfallen der Pensionsbeiträge würde zudem auch bedeuten, dass der Zuverdienst die Pension nicht mehr erhöhen würde. Wer davon auch irgendwann später noch profitieren möchte, wäre damit also gar nicht so gut bedient, dafür brauchte es andere Lösungen. Es sei denn, man spart die dazuverdienten Euro konsequent und legt sie so an, dass die Inflation sie nicht auffrisst. Realistisch? Na ja.