Spurensuche

Wie steht es um Österreichs Ski-Nachwuchs?

Künftige Ski-Stars? Viktoria Bürgler und ihre Salzburger Mitstreiter bei der Junioren-WM: Noah Geihseder, Niklas Skaardal und Lukas Broschek (v. l. n. r.).
Künftige Ski-Stars? Viktoria Bürgler und ihre Salzburger Mitstreiter bei der Junioren-WM: Noah Geihseder, Niklas Skaardal und Lukas Broschek (v. l. n. r.).(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Oliver Lerch)
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Der Ski-Nation gehen die Siegläufer aus, die Nachwuchskrise ist in aller Munde. Doch welches Bild zeigt sich wirklich an der Basis? Was sagen junge Athleten, welche Gefahren lauern und welche Rezepte greifen? Eine Spurensuche.

Der alte Bürglalmlift war berüchtigt. Einer der letzten wirklich langen Schlepplifte, Einstieg mitten in Dienten am Hochkönig, 600 Höhenmeter, kräftezehrend und gegen Ende hin immer steiler und steiler. An diesem Lift ist Viktoria Bürgler aufgewachsen, hier hat sie ihre ersten Torstangen umkurvt und ihre Skitechnik entwickelt.

Inzwischen ist Bürgler 18 Jahre alt und eines der größten Skitalente des Landes. Die Salzburgerin vertritt Österreich bei der laufenden Junioren-WM in St. Anton am Arlberg und ist dort zum Auftakt in der Abfahrt auf Rang sieben gelandet – als 18-Jährige bei einem U21-Bewerb wohlgemerkt, gespickt mit Läuferinnen also, die bereits Weltcuperfahrung vorweisen können. Und obwohl sie nach einer Verletzung und einer längeren Krankheit erst im Jänner in den Rennalltag einsteigen konnte, war sie nicht zufrieden.

Schwer vorstellbar also, dass sich Österreichs Skisport in einer Nachwuchskrise befinden soll. Der Begriff ist in aller Munde, er soll erklären, wieso kaum noch junge Athleten in den Weltcup nachrücken und wieso die rot-weiß-rote Nationalmannschaft nur noch Mittelmaß ist. Und tatsächlich: Mit Blick auf die Ergebnislisten und die nahende Heim-WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm könnte einem angst und bange werden. Der Ski-Nation drohen die Siegläufer auszugehen, österreichisches Kulturgut scheint in Gefahr.

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