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"Bullitt"-Regisseur Peter Yates ist tot

(c) AP
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Der zweifach Oscar-nominierte britische Filmemacher Yates wurde für seine Autoverfolgungsjagd mit Steve McQueen im Film Bullitt berühmt. Am Sonntag ist der 81-Jährige nach langer Krankheit in London gestorben

Elf Minuten Hochspannungsautoraserei ohne Worte: Steve McQueens Ford Mustang rast über die hügeligen Straßen von San Francisco. Dieses Katz-und-Maus-Spiel mit dem Wagen eines Killer-Teams, voller haarscharfer Wendungen und spektakulärer Sprünge, setzte neue Maßstäbe für Kino-Action: Bullitt (1968), die erste einflussreiche Hollywoodproduktion des Briten Peter Yates, traf auch den Zeitgeist der späten Sixties – cool, distanziert, chic.

Yates, 1929 im englischen Aldershot geboren, studierte an der Royal Academy of Dramatic Arts, wechselte bald von der Bühne zum Film. Seine starke dritte Regiearbeit Robbery (1967) über den Postzugraub von Ronnie Biggs begann mit einer atemberaubenden Autoverfolgungsjagd – und trug ihm den Bullit-Jobein. Yates pendelte als versierter Handwerker zwischen seiner Heimat und Hollywood: Oscar-nominiert wurde er für die Teenagerstudie Breaking Away(Vier irre Typen, 1979) und das Theaterdrama The Dresser (Ein ungleiches Paar, 1983). Ein Meisterwerk gelang Yates mit der melancholischen, doch unsentimentalen Gangstergeschichte The Friends of Eddie Coyle(1972) mit Robert Mitchum. Am Sonntag ist er nach langer Krankheit in London gestorben. hub

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.01.2011)