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„Stuttgart 21“: Wieder Baustelle blockiert

(c) REUTERS (TOBIAS SCHWARZ)
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Der Schiedsspruch von Anfang Dezember wird nicht akzeptiert. Am Montagabend kommt es zu einer neuen Großkundgebung der Gegner des Bahnprojekts „Stuttgart 21“. Zu Mittag löst die Polizei die Sitzblockade auf.

Stuttgart/Ag. Mit einer Sitzblockade haben am Montag Gegner des Bahnprojekts „Stuttgart 21“ eine Baustelle am Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs für Stunden lahmgelegt. Die Aktion stand unter dem Motto „Baustopp selber machen“. Zu Mittag löste die Polizei die Blockade auf.

Laut Bauleitung soll der Energieversorger „EnBW“ an der blockierten Stelle am Nordflügel des alten Hauptbahnhofs eine Baustelle einrichten. Es sollten hier keine Bäume umgesägt werden, die Tiefbauarbeiten sollen heute Dienstag beginnen. Für Montagabend war in der Hauptstadt Baden-Württembergs erneut eine Demo gegen das Projekt angesetzt, laut Initiatoren wurden tausende Menschen erwartet. Als Redner hatten sich Künstler und Umweltschützer angesagt.

 

Trotz gegen Geißler-Spruch

Die Projektgegner setzen sich damit über einen ihnen nicht genehmen Schiedsspruch von Anfang Dezember hinweg: Damals hatte sich eine einvernehmlich bestimmte Schlichtungskommission unter Vorsitz von Heiner Geißler (80), dem früheren deutschen Gesundheitsminister und jetzigen Mitglied der globalisierungskritischen Organisation „Attac“, für einen Weiterbau des neuen unterirdischen Bahnhofs „Stuttgart 21“ ausgesprochen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.01.2011)