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Lipizzaner

Untreue-Ermittlungen um Spanische Hofreitschule eingestellt

Die Vorwürfe richteten sich gegen die frühere Spitze der Institution. Es wurde vermutet, dass ein Hengst deutlich unter Wert an die Tochter des ehemaligen Aufsichtsratschefs verkauft wurde.

Die Staatsanwaltschaft Wien hat ein Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Untreue-Vorwürfen gegen die frühere Spitze der Spanischen Hofreitschule eingestellt. Behördensprecherin Nina Bussek bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Kurier" (Online-Ausgabe). Es gebe keinen tatsächlichen Grund zur weiteren Verfolgung der drei Beschuldigten, daher sei das Verfahren eingestellt worden, sagte Bussek.

In der Causa war es um das Pferd der Tochter des früheren Aufsichtsratchefs Johann Marihart gegangen. Neben Marihart hatten sich die Untreue-Ermittlungen gegen die Ex-Geschäftsführerin der Hofreitschule, Elisabeth Gürtler, sowie Co-Geschäftsführer Erwin Klissenbauer gerichtet. Die Spanische Hofreitschule hatte den Hengst "Maestoso Fantasca-67" 2013 um 12.000 Euro an Mariharts Tochter verkauft, der in weiterer Folge auf Kosten der Hofreitschule von deren Bereitern ausgebildet wurde. Vermutet wurde, das Tier sei deutlich unter Wert verkauft worden, außerdem habe die Hofreitschule sämtliche Tierarztkosten bezahlt.

Hengst war Sponsorpferd

Marihart hielt dem entgegen, der Hengst sei ein Sponsorpferd, für dessen Haltung und Ausbildung die Spanische Hofreitschule von privater Hand die Kosten erstattet bekommen habe. Und er stellte fest: "Würde man mehr Menschen für solche Investments gewinnen, ließen sich die finanziellen Probleme der Hofreitschule deutlich lindern."

Der 2008 geborene Zuchthengst war bereits in jungen Jahren - wie auch viele andere Zuchtpferde im Gestüt Piber - bei der Selektion der Junghengste ausgemustert worden. Denn laut Hofreitschule war zu erwarten war, dass dieser weder den Ansprüchen als zukünftiger Zuchthengst noch zur zukünftigen Verwendung in den Vorstellungen der Spanischen Hofreitschule entsprechen würde. Nach Abschluss der Ausbildung war der Hengst dann aber doch für den Einsatz in der Spanischen Hofreitschule geeignet, er kam bisher in über 120 Vorstellungen zum Einsatz.

(APA)