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Politische Kehrtwende

Der erste afrikanische Panzerlieferant der Ukraine ist Marokko

Ukrainische Soldaten sitzen auf einem T-72-Panzer in der Nähe von Bakhmut in der Ostukraine.
Ukrainische Soldaten sitzen auf einem T-72-Panzer in der Nähe von Bakhmut in der Ostukraine.APA/AFP/SAMEER AL-DOUMY
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Die deutsche Regierung liefert Kampfpanzer an die Ukraine - ließ sich damit aber äußert lange Zeit. Das Königreich Marokko tut das schon längst.

Nach wochenlangen Hin und Her will die deutsche Bundesregierung endlich Kampfpanzer liefern. Andere Länder haben dies schon längst getan und keine wertvolle Zeit vergeudet. Dazu gehört das Königreich Marokko, das als erstes afrikanisches Land 20 Panzer an die Ukraine schickte.

Es handelt sich um Panzer vom Typ T-72, die Marokko vor 30 Jahren von Belarus erhalten hat. Die tschechische Firma Excalibur hat sie im Dezember modernisiert. Jeder Panzer verfügt nun über verbesserte Wärmebildtechnik, Nachtsicht und Panzerung. Die Panzer befinden sich mittlerweile schon im Fronteinsatz. Excalibur hatte im Rahmen der Aufrüstung erklärt, es werde weitere 90 „afrikanische“ Panzer in die Ukraine schicken, was auf einem von den USA und den Niederlanden finanzierten Vertrag über 2,2 Milliarden tschechische Kronen (97 Millionen Dollar) basiert. Anscheinend ist Marokko bereit, noch mehr von seinen insgesamt etwa 280 Panzern russischer Bauart abzugeben. Für die Ukraine ist es ein Glücksfall. Denn die Lieferung beinhaltet auch Ersatzteile, die sie dringend für ihre große Flotte russischer Panzer benötigt.

Für das nordafrikanische Königreich ist die militärische Unterstützung der Ukraine eine politische Kehrtwende.

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