"Fabrik1230"

Spatenstich für neues Grätzelzentrum in Atzgersdorf

Bokeh Designstudio
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Die Soravia-Gruppe baut am Standort der ehemaligen Liesinger Sargfabrik ein Geschäfts- und Freizeitzentrum samt Konzerthalle.

In Wien-Atzgersdorf im Bezirk Liesing entsteht ein
neues Geschäfts- und Freizeitzentrum samt Konzerthalle. Für das
Projekt "Fabrik1230" wird ein historischer Gebäudekomplex umgebaut, in dem bis vor nicht allzulanger Zeit noch Särge hergestellt wurden. Errichtet wird das Zentrum von der Soravia-Gruppe. Die Eröffnung ist für 2024 geplant, heißt es am Mittwoch anlässlich des Spatenstichs.

(c) APA/KEINRATH.COM (UNBEKANNT)

Errichtet wurde der Komplex an der Breitenfurter Straße in den
Jahren 1913 bis 1916 als "Maschinen-, Kisten- und Holzwarenfabrik M. Koffmahn" nach Plänen des Otto-Wagner-Schülers Hubert Gessner. 1966 übernahmen die Stadtwerke das Gebäude und adaptierten es für die Sargerzeugung, die 2013 geschlossen wurde.

Es folgte eine erste kulturelle Nutzung. Die Festwochen ließen
etwa ihre Club-Schiene "Hyperreality" 2018 dort über die Bühne
gehen. Auch Märkte mit lokalen Produzenten wurden veranstaltet.
Schließlich kaufte der Wohnfonds Wien das Areal, der ein
Auswahlverfahren durchführte, wie Soravia-Projektleiterin Sandra
Derradji-Eder erläuterte. Das Immo-Unternehmen erhielt mit seinem
Konzept den Zuschlag.

Neubauten als Kontrast

Mit dem denkmalgeschützten Teil werde man besonders schonend
umgehen, versprach sie. Zugleich entstehen aber auch moderne
Neubauten als Kontrast. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 42
Mio. Euro, wobei sich interessierte Investoren noch an dem Projekt
beteiligen können.

Geplant sind a  Standort auf rund 10.000 Quadratmetern Nutzfläche
Gastro- und Gewerbebereiche oder auch ein Gesundheitszentrum mit Apotheke. Auch die Live-Musik erlebt ein Comeback: Eine der großen Fabrikshallen soll wieder für Konzerte genutzt werden.

Besonders innovativ sei auch die Versorgung mit Wärme und Kälte,
wurde heute versichert. Diese werden über einen Eiskern-Energiespeicher erzeugt. Klimaschädliche CO2-Emmissionen
gebe es dadurch im Betrieb nicht, hieß es. (APA)


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