Klassik Kritik

Mozartwoche Salzburg: Solistenglanz von Levit und Uchida

Igor Levit, besonders aber Mitsuko Uchida brillierten in einem bisher sonst durchwachsenen Festival. Vor allem einige der Dirigenten enttäuschten, etwa der für Barenboim eingesprungene Roberto Ticciati.

Zuerst sagte der Dirigent, Daniel Barenboim, krankheitsbedingt beim ersten Konzert der Wiener Philharmoniker bei der Mozartwoche ab, wenig später Martha Argerich, mit der er Mozarts Konzert für zwei Klaviere aufführen wollte. Versuche, sie zu überreden, dieses mit ihrer prominenten Kollegin Maria João Pires zu bestreiten, scheiterten. Am Ende wurde aus dem spektakulär besetzten Doppelkonzert ein Klavierkonzert aus Mozarts mittlerer Schaffensperiode: das A-Dur-Konzert KV 414. Wofür man als Solisten Igor Levit engagierte, der damit sein akklamiertes Debüt bei der Mozartwoche feierte.

Er präsentierte seinen Part meisterhaft exakt, mit differenzierten dynamischen Schattierungen und gedankenvoll ausbalancierten Details. Am prägnantesten gelangen die beiden Ecksätze, dem Mittelsatz ermangelte es teils an Tiefe. Die rhythmischen Finessen des einleitenden Allegros hätten sich bei langsamerem Tempo eleganter herausarbeiten lassen. Und so lässig-sportiv, wie es die Philharmoniker unter dem für Barenboim eingesprungenen Dirigenten Roberto Ticciati vorzeigten, muss man das Final-Allegretto keineswegs durcheilen. Das geht allemal auf Kosten des Charmes dieser Musik.

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