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Second Hand

Wer kauft mein Gewand?

Der Handel mit Secondhand-Kleidung boomt wie nie zuvor, das merken auch Online-Marktplätze wie Willhaben.
Der Handel mit Secondhand-Kleidung boomt wie nie zuvor, das merken auch Online-Marktplätze wie Willhaben.Getty Images/Catherine Mcqueen
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Bücher, Kleidung, Handys: Der Verkauf war noch nie so leicht wie heute, immer mehr Apps erleichtern die Handhabung.

Ein zwei Kilo schwerer Amethyst, eine transparente Hunde-Regenjacke, ein Kimono in schwarz, ein Autogramm von Ostbahn-Kurti auf einem 20-Schilling-Schein, ein Krampus-Kostüm und ein Wels im Aquarium, der zwar noch sehr klein ist, aber laut Inserat bis zu 30 cm lang werden kann. Elf Millionen Produkte verspricht die App Shpock zum Verkauf, und ein flüchtiger Blick auf die Anzeigen lässt erkennen: Es gibt nichts, was man nicht verkaufen kann. Irgendjemand wird mit den DVDs der Teenager-Serie aus der Nullerjahren, „Buffy – Im Bann der Dämonen“, bestimmt etwas anfangen können. Oder mit der einzelnen Fensterkurbel für das Auto, immerhin nur fünf Euro.

Das Verkaufen von – nützlichem und weniger nützlichem – Plunder war wohl noch nie so einfach wie heute. Eine Registrierung, mehrere Klicks, mehrere Fotos und schon bieten die Apps ein riesiges Online-Publikum. Shpock, gegründet vor rund zehn Jahren und mittlerweile im Besitz der Vorarlberger Russmedia, gehört bereits zu den großen Namen der Online-Marktplätze. Als Mitte der 1990er-Jahre die Plattform eBay online ging, wurde der Flohmarkt stante pede digitalisiert, folglich boten immer mehr Unternehmen sogenannte Consumer-to-Consumer-(C2C)-Plattformen an, wobei Privatpersonen als Verkäufer und Käufer auftreten.


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