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Erdogan wünscht sich "islamische Union"

Erdogan wünscht sich
Erdogan wünscht sich "islamische Union"(c) REUTERS (Mohamed Azakir)
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Der türkische Regierungschef fordert die arabischen Völker auf, sich auf die historischen Gemeinsamkeiten zu besinnen. Wenn man zusammenhalte, "hat diese Region das Potential, die ganze Welt zu gestalten".

Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan wünscht sich eine "Union" zwischen Arabern und Türken. Bei einer Rede in Kuwait beschwor er eine stärkere Zusammenarbeit, wie die Zeitung „Die Welt" am Donnerstag berichtete. Erdogan reist derzeit durch die Golfstaaten.

Dem Bericht zufolge forderte Erdogan in seiner Rede Araber und Türken auf, die Streitigkeiten des 19. und 20. Jahrhunderts zu vergessen und sich auf die historischen Gemeinsamkeiten zu besinnen. Diese Gemeinsamkeiten seien vor allem der Islam und der gemeinsame Kampf zur Zeit der Kreuzzüge.

Heute müsse man die alte „1000-jährige Brüderlichkeit" zu neuem Leben erwecken und eine „politische, wirtschaftliche und kulturelle Union werden", sagte Erdogan. Wenn man zueinander halte und stärker zusammenarbeite, habe die Region „das Potential, die ganze Welt zu gestalten".

Man werde trotz der Verhandlungen mit der EU „den Regionen nicht den Rücken kehren, mit denen wir Jahrhunderte gemeinsamer Geschichte teilen", versicherte der türkische Ministerpräsident.

FPÖ fordert Stopp der Beitrittsverhandlungen

Die FPÖ forderte als Reaktion auf Erdogans Aussagen den sofortigen Stopp der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. "Erdogan hat einmal mehr seine Maske fallen gelassen. Wenn er eine Union der islamischen Staaten will, dann muss die EU daraus Konsequenzen ziehen", erklärte Generalsekretär Harald Vilimsky am Donnerstag.

Vilimsky forderte auch einen Stopp sämtlicher Unterstützungszahlungen aus der EU an die Türkei auf Basis bereits bestehender Abkommen.

(Red.)

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