Warschau verweist auf zunehmende Spannungen.
Polen hat am Freitag einen seiner drei Grenzübergänge zu Belarus geschlossen. Um die Sicherheit des Landes zu gewährleisten, sei der Grenzübergang Bobrowiki bis auf Weiteres geschlossen, erklärte das Innenministerium in Warschau. Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hält weitere Schließungen für möglich. "Der Grund dafür ist, dass die Spannungen mit Belarus zunehmen und von den Russen und vom Kreml instrumentalisiert werden", sagte er in Brüssel.
Am Mittwoch war der regierungskritische polnisch-belarussische Journalist Andrzej Poczobut in Belarus zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Nach dem Urteil, das Morawiecki als "unmenschlich" bezeichnete, kündigte Warschau eine Ausweitung seiner Sanktionen gegen Minsk an. Innenminister Mariusz Kaminski sagte, Menschen, die "für repressive Maßnahmen gegen Polen in Belarus verantwortlich" seien, würden neu auf die bestehende Sanktionsliste gesetzt.