Neujahrskonzert 2011: Ohne Show

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Manchen war's zu unspektakulär. Vielleicht war das gerade das Gute am philharmonischen Jahresbeginn.

Manchen war's zu unspektakulär. Vielleicht war das gerade das Gute am philharmonischen Jahresbeginn. Franz Welser-Möst ist ein Dirigent, der nicht viel Show macht. Seine wichtigste Show bestand darin, zu zeigen, wie oft man ein solches Orchester bei dieser Art von Musik wirklich spielen lassen darf, ja, muss: ungehindert, nur im rechten Moment zu dem einen oder anderen Rubato oder dazu verführt, eine Melodie mit der nächsten besonders liebevoll zu verbinden. Weshalb die CD-Version des Livemitschnitts diesmal uneingeschränkt zu empfehlen ist. Es war ein Konzert zum Lauschen, für Freunde der feinen Nuancen, des unverfälschten wienerisch-philharmonischen Klangs. Diese Tugend wird die Aufnahme des Neujahrskonzerts 2011 über die Jahre hin zu einem Referenzprodukt werden lassen. Heute ist es bereits mit seinen Querbezügen (inklusive originalen „Mephistowalzers“) eine schöne Einstimmung aufs Franz-Liszt-Jahr 2011.

TIPP:

„Neujahrskonzert 2011“ (Decca)
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