Skifahren, Smoking und der Schriftzug des Papstes

Skifahren Smoking Schriftzug Papstes
Skifahren Smoking Schriftzug Papstes(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)
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Exklusiv die erste Bilanz des Jahres: 2011 begann vielversprechend.

Wie lange gewähren Mütter und Kinder (diese haben doppeltes Stimmrecht, Väter keines) dem Christbaum, im Wohnzimmer verweilen und an ferienträge Tage erinnern zu dürfen? Wann besteht/bestand der letztmögliche Zeitpunkt, jemanden am Telefon oder face to face mit „Ein gutes Neues“ zu begrüßen? Hat sich bei der Berechnung jenes Tages, auf den der Aschermittwoch und damit der Beginn der Fastenzeit fällt, nicht jemand geirrt, weil der Fasching so lange dauert, dass Termin- und andere Gründe unplausibel werden, diesmal leider keinen Ball besuchen zu können? Weshalb um alles in der Welt hat sich die Passform des Smokings über's Jahr durch bloßes Hängen im Kasten auf genauso wundersame wie nachteilige Weise verändert? Wann endet die Skiweltcup-Saison? Bis wann kann eine Kolumne wie diese noch auf den Beginn eines weiteren Jahres Bezug nehmen, ohne bei deren Konsumenten einen Abschaltimpuls zu provozieren?

Wieso so viele Fragen? Weil sie sich eben zwei Wochen (erst! schon!) nach dem 1.Jänner stellen. Und weder das Jahr noch der Autor alt genug sind, sie derzeit schon beantworten zu können. Das macht ein soeben begonnenes Jahr so interessant: In ihm erscheint und scheint vieles möglich. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, Sie wissen, Hermann Hesse. Wie vieles möglich ist, bewies am Freitag Benedikt XVI. Er unterfertigte das Dekret, mit dem sein Vorgänger Johannes Paul II. seliggesprochen wird. Unter Missachtung aller Fristen, die das angeblich unumstößliche Kirchenrecht vorschreibt. Das Jahr beginnt vielversprechend.

E-Mails an: dietmar.neuwirth@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.01.2011)

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