Drag, KI & Cowboys

Imagetanz-Festival: Ein Cowboy ohne Kühe

Um Räume, gesellschaftliche Zugehörigkeit und Ausgrenzung geht es beim heurigen Imagetanz-Festival.
Um Räume, gesellschaftliche Zugehörigkeit und Ausgrenzung geht es beim heurigen Imagetanz-Festival. Charlie Engman
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Wie künstliche Intelligenz zum Tanzen gebracht wird und wie es einem Cowboy im Drag-Kostüm geht, lotet demnächst das Imagetanz-Festival aus.

„Die Nacht ist mein Lieblingstag“ – „La notte è il mio giorno preferito“, heißt es in einem Brief von Emily Dickinson, und so heißt auch die Eröffnungsperformance des Imagetanz-Festivals 2023. Die Arbeit der Italienerin Annamaria Ajmone ist erstmals in Österreich zu sehen. Sie setzt sich mit der Beziehung zum „Anderen“ auseinander – als Meditation über die Tiere und das Ökosystem, in dem sie leben. Die Tiere und Pflanzen, das Organische und das Anorganische verschmelzen dabei im Dunkel eines nächtlichen Waldes. Erdrutsche und Schreie durchbrechen die Stille. Signale und mysteriöse Wahrnehmungsorgane, inspiriert von unterschiedlichsten Spezies, halten alles zusammen. Wir finden uns wieder in einem Wald, der weder unberührt noch idealisiert ist, einem Wald, der technonatürlich die Spuren seiner Bewohnerinnen und Bewohner einbezieht und sie auch verändert.

Ab Anfang März findet im Brut das Imagetanz-Festival statt, das neue Positionen aus Performance und Choreografie zeigt. „Ein Thema, das viele Arbeiten durchdringt, ist die Frage nach Räumen, auch gesellschaftlichen Räumen, nach Zugehörigkeit, Ausgrenzung und weißer Dominanz“, erklärt Kira Kirsch, die künstlerische Leiterin des Festivals.
Bei der Programmierung ist es ihr wichtig, Fragestellungen der Gegenwart und der Zukunft eine Bühne zu geben. Und vor allem, Nachwuchskünstlerinnen und -künstler ins Rampenlicht zu stellen.


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