Skispringen

Eva Pinkelnig fliegt zu WM-Silber

NORDISCHE SKI-WM PLANICA 2023: SKISPRINGEN / FRAUEN NORMALSCHANZE
NORDISCHE SKI-WM PLANICA 2023: SKISPRINGEN / FRAUEN NORMALSCHANZEAPA/GEORG HOCHMUTH
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Die Deutsche Katharina Althaus gewinnt in Planica das Springen von der Normalschanze, aber für die Vorarlbergerin Eva Pinkelnig erfüllt sich mit Silber ein Lebenstraum - es ist ihre erste Einzel-Medaille bei einer WM.

Skispringerin Eva Pinkelnig hat bei der Nordischen WM in Planica gleich die erste österreichische Medaillenchance genutzt und auf der Normalschanze Silber geholt. Besser als die Weltcupführende war am frühen Donnerstagabend vor schütterer Kulisse nur die Deutsche Katharina Althaus, die 2,2 Punkte vor ihr lag. Dritte wurde knapp hinter Pinkelnig die Norwegerin Anna Odine Ström, die eine klare Zwischenführung vor Althaus und Pinkelnig im Finale noch verspielte.
Für die 34-jährige Pinkelnig (96,5 m/100 m) ist es die erste WM-Einzelmedaille, nachdem sie in Team- und Mixed-Teambewerben 2019 zweimal an Silber beteiligt war.

Aus dem nach sechs Saisonsiegen erträumten Gold-Coup wurde in Slowenien knapp nichts, weil ihr nur im zweiten Durchgang ein perfekter Sprung gelang. Ihre schärfste Weltcuprivalin Althaus (98,5/97) war damit nicht zu biegen. Die Deutsche jubelte nach Silber 2019 und auch bei Olympia im Vorjahr über ihre ersten Einzelgoldene, insgesamt ihre bereits fünfte.

Österreichs weiterhin einzige Weltmeisterin bleibt somit Daniela Iraschko-Stolz (2011 in Oslo). Auch die bis dato letzte ÖSV-WM-Medaille ging mit Bronze vor vier Jahren in Seefeld auf das Konto von Iraschko-Stolz. Pinkelnig hat in Planica auf der Großschanze aber noch eine zweite Chance. Außerdem gilt sie mit ihren ÖSV-Teamkolleginnen auch im Nationenbewerb und im Mixed als Medaillenanwärterin.

Zweitbeste Österreicherin war beim Auftakt Julia Mühlbacher. Die 18-Jährige überzeugte bei ihrem WM-Debüt mit Platz elf. Die ehemaligen Seriensiegerinnen Chiara Kreuzer (14.) und Sara Marita Kramer (23) schöpften ihr Potenzial hingegen nicht aus. Auch Titelverteidigerin Ema Klinec aus Slowenien hatte mit der Medaillenentscheidung nichts zu tun.

Und ihre „Schlagzeile“ hatte Pinkelnig schnell parat: „Pinkelnigs Jubelschrei hallte bis nach Vorarlberg!"

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