Reifentest

Der Gummi ist immer noch schwarz

Winterreifentest mit „Peiseler Rad“ statt GPS: Einst improvisiert, heute professionalisiert.
Winterreifentest mit „Peiseler Rad“ statt GPS: Einst improvisiert, heute professionalisiert.ÖAMTC
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„Schwarz und rund sind sie alle, äußerlich kann man einen guten Reifen nicht von einem schlechten unterscheiden“, sagt der Fachmann. Deshalb werden Reifen von Profis getestet, beim ÖAMTC heuer zum 50. Mal.

Im Rennsport entscheiden die Reifen oft über Sieg und Niederlage. Beim Autokauf sind sie Randthema, obwohl sie einen Beitrag zur Vermeidung von Unfällen leisten. Seit 1973 gibt es standardisierte Reifentests, ab 1977 taten sich Autofahrerklubs in Europa zusammen, um ein umfangreicheres Testprogramm abzuspulen. Am Anfang waren die Tests einfach, was am Angebot lag. Getestet wurden Winterreifen auf den verschneiten Bergstraßen im Zillertal, ein sogenanntes Peiseler Rad maß die Geschwindigkeit. GPS gab es noch nicht. Für die Messung der Geräuschentwicklung wurde ein aus der damals aufkommenden Stereofonie stammender Kunstkopf verwendet, auch die restlichen Einrichtungen waren improvisiert. Trotzdem fanden die Tests vor allem bei den Herstellern ein Echo: Nun konnte man sehen, wie weit die Konkurrenz war. Damals wie heute war es schwierig, geeignete Teststrecken zu finden. Im Winter wich man nach Lappland aus, wo heute noch getestet wird. Es darf weder zu kalt noch zu heiß sein: Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt stellt sich ein Belag ein, der eher trockenem Asphalt denn einer Schneefahrbahn ähnelt.

Mittlerweile sind auch sogenannte Allwetterreifen ein Thema, sie sind aber aber ein Kompromiss und werden von Fachleuten eher für den urbanen Bereich oder Fahrern empfohlen, die wenig fahren und bei Schlechtwetter aufs Auto verzichten. Keine gute Idee ist es, Winterreifen im Sommer zu fahren: Die Gummimischung ist weich, die Reifen neigen bei höheren Fahrbahntemperaturen zum „Schmieren“.

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