Bundesliga

Rückschlag für Sturm im Titelrennen: 1:2 gegen Klagenfurt

FUSSBALL: ADMIRAL BUNDESLIGA / 19. RUNDE: SK PUNTIGAMER STURM GRAZ - SK AUSTRIA KLAGENFURT
FUSSBALL: ADMIRAL BUNDESLIGA / 19. RUNDE: SK PUNTIGAMER STURM GRAZ - SK AUSTRIA KLAGENFURTAPA/ERWIN SCHERIAU
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Tor und Eigentor von Affengruber, Entscheidung durch Pink - Ersatzgeschwächte Grazer bei vier Aluminiumtreffern im Pech - und Peter Pacult strahlt.

Sturm Graz hat im Bestreben, das Rennen um den Fußball-Meistertitel möglichst lange offen zu halten, einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen müssen. Die Grazer mussten sich Austria Klagenfurt am Samstag daheim mit 1:2 (1:1) geschlagen geben. Meister und Tabellenführer Salzburg könnte den Vorsprung auf seinen ersten Verfolger mit einem Heimsieg am Sonntag (17.00 Uhr/live Sky) gegen Schlusslicht SV Ried auf neun Punkte ausbauen. Klagenfurt ist weiterhin Siebenter.

Die Hausherren gingen durch David Affengruber früh in Führung (11.), der Abwehrspieler egalisierte diese vor 12.025 Zuschauern aber nur zwei Minuten später mit einem Eigentor. Für die Entscheidung sorgte Klagenfurts Topscorer Markus Pink (54.). Sturm kassierte die erst zweite Liga-Niederlage der Saison, die erste seit August (0:1 gegen den LASK) bzw. nach 13 ungeschlagenen Spielen. Nach der Winterpause hatte man bis dahin nur Erfolge gefeiert: im Cup-Viertelfinale in Salzburg im Elferschießen, gegen Rapid (1:0) und in Hartberg (2:1).

Sturm hatte in Abwesenheit der verletzten Leistungsträger Gregory Wüthrich, Otar Kiteishvili, Jakob Jantscher, Albian Ajeti und William Böving die Offensive verstärkt. Anstelle von Kapitän Stefan Hierländer im Mittelfeld begann der nach einer Erkrankung wieder voll fitte Stürmer Emanuel Emegha. Klagenfurt-Trainer Peter Pacult änderte sein System auf eine defensive Dreier- bzw. Fünferkette, setzte nach der 0:3-Heimpleite gegen den WAC zudem auf vier Neue in der Startformation - darunter erstmals die Winter-Neuzugänge Vesel Demaku und Nicolas Binder.

Der Kärntner Abwehrwall war nach zehn Minuten erstmals geknackt. Affengruber versenkte eine Freistoßflanke von Manprit Sarkaria von links per Kopf. Der Innenverteidiger hatte vor zwei Wochen bereits das Goldtor gegen Rapid erzielt. Diesmal sorgte er allerdings selbst für den Ausgleich. Sturm ließ sich von einem von der eigenen Leihgabe Demaku schnell abgespielten Freistoß überrumpeln. Nach dem folgenden Querpass des starken Simon Straudi bugsierte Affengruber im Duell mit Nicolas Wimmer den Ball ins eigene Netz.

Die Klagenfurter agierten nach dem 1:1 etwas mutiger. Die Partie verlief ausgeglichen, Sturm wirkte gehemmt. Binder ließ eine Großchance liegen. Der Abschluss des von Rapid geholten Stürmers aus sechs Metern wurde in den Corner abgelenkt (30.). Auf der Gegenseite schoss Tomi Horvat über das Tor (33.). Im Finish der ersten Hälfte hatte Sturm mit zwei Aluminiumtreffern Pech: Erst traf Sarkaria nach Flanke von Alexander Prass aus kurzer Distanz die Latte (38.). Drei Minuten später lenkte Klagenfurt-Verteidiger Thorsten Mahrer eine Sarkaria-Hereingabe an die Stange.

Die tief stehenden Gäste aus Kärnten machten Sturm auch in der zweiten Hälfte das Leben schwer - und schlugen durch Kapitän Pink eiskalt zu. Der etwas glücklich an den Ball gekommene Straudi behauptete das Spielgerät gegen zwei Gegenspieler, sein Zuspiel verwertete der Führende der Bundesliga-Schützenliste zwischen die Beine von Sturms Neo-Goalie Arthur Okonkwo. Für Pink, bis Anfang 2020 eineinhalb Jahre für Sturm aktiv, war es das 13. Saisontor in der Liga, sein erstes nach der Winterpause.

Das Aluminiumpech blieb den Grazern treu: Nach einem Corner köpfelte Aleksandar Borkovic an die Stange. Die Nachschüsse von Horvat und Borkovic parierte Klagenfurt-Goalie Phillip Menzel (71.). Sturm-Coach Christian Ilzer reagierte, verhalf dem erst seit einem Monat 17-jährigen Stürmer Leon Grgic zu seinem Debüt bei den Profis. Auch dieser rollte den Ball bei einer weiteren Großchance nach gutem Laufweg an die Stange (84.).

Damit endeten Sturms Serien, der drittplatzierte LASK ist nur noch fünf Punkte entfernt. Die Grazer hatten bis dahin alle sechs Pflichtspiele gegen Klagenfurt gewonnen - fünf in der Liga und eines im Cup. Die Klagenfurter holten nach zuletzt vier Pflichtspielniederlagen in Folge ihre ersten Punkte im neuen Jahr. Sechs Partien waren sie zuletzt sieglos gewesen. Der jüngste volle Erfolg datierte vom 22. Oktober, einem 1:0 bei Rapid. Die Chance auf die Teilnahme an der Meistergruppe der Top 6 ist drei Runden vor Ende des Grunddurchganges gegeben.

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