Biologie

Wale locken Beute in ihren Schlund: Wir hätten den Mythen glauben sollen

Flinders University
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Wale täuschen eine schützende Höhle vor und schlucken Fischschwärme: Was man als Fantasterei in antiken und nordischen Quellen belächelte, stimmt wirklich.

Was hatten unsere Ahnen doch für eine blühende Fantasie! Ihre Sagen berichten von Riesenkraken, die ganze Schiffe in die Tiefe ziehen. Oder von Walen, die ihre Mäuler aufreißen und so auf Beute lauern. Sie seien so groß, dass Seeleute ihre Kiefer mit Felsen verwechseln und auf diese klettern. Oder mit ihren Schiffen ahnungslos in den Schlund navigieren. Alte Mythen eben, oder Seemannsgarn.

Aber siehe da: Erst vor wenigen Jahren haben Forscher im Prinzip eben dieses Jagdverhalten beobachtet: ein weit aufgerissenes Maul, keine Bewegung – und Fischschwärme, die hineinschwimmen, offenbar, weil sie sich in der vermeintlichen Grotte einen Schutz vor den Seevögeln erhoffen, die kreischend über ihnen schweben. Bis zu einer halben Minute lang harren die Wale so aus, dann schlucken sie den fetten Fang in einem Schwung hinunter.


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