Neurobiologie

Künstliche Intelligenz? Eine ganz schlechte Erfindung, verglichen mit unserem Hirn

Menschliche und Künstliche Intelligenz - bald schon das beste aus beiden Welten vereint?
Menschliche und Künstliche Intelligenz - bald schon das beste aus beiden Welten vereint?REUTERS
  • Drucken

Bei allem Hype: KI schafft es viel schlechter als menschliche Gehirne, die für unser Leben typischen Probleme zu lösen, und sie braucht dafür eine Million Mal mehr Energie. Forscher sehen die Zukunft in Biocomputern aus dreidimensionalen Hirn-Organoiden.

Sie schlagen Schachmeister, schreiben Aufsätze und Gedichte, generieren Bilder und Videos: Alle Welt feiert und fürchtet die Fortschritte bei Systemen von Künstlicher Intelligenz (KI). Aber seltsam: Wir Menschen können weiterhin nachweisen, dass wir keine Roboter sind, indem wir bei simplen Online-Tests jene Bildchen anklicken, auf denen eine Ampel zu sehen ist. Offenbar sind die ach so intelligenten Systeme für solchen Kinderkram zu blöd. Aber warum?

Menschliche Gehirne sind natürlich viel langsamer, wenn es ums Rechnen geht. Aber sie schaffen es weit besser, anhand weniger und unsicherer Daten zu lernen, sich zu erinnern, komplexe Probleme zu lösen und in einem sich rasch ändernden Umfeld Entscheidungen zu treffen. Damit eine KI einen Hund von einer Katze unterscheiden kann, muss man sie mit Millionen Bildern füttern. Bei einem Kind genügt es, wenn es solche Tiere ein paar Mal gesehen hat. Aber dafür braucht eben jeder von uns fast 100 Milliarden Neuronen mit über einer Billiarde Verbindungen – ein Wunderwerk der Evolution, das erstaunlich wenig Energie zum Betrieb benötigt: Ein Erwachsener kommt mit 100 Watt durchs Leben, und nur ein Fünftel davon geht fürs Denken drauf.


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.