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Rauch in der "ZiB 2": Ein müder Gesundheitsminister als "Bittsteller"

Screenshot ORF
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Etwas zerknirscht, aber kämpferisch stellte sich Gesundheitsminister Johannes Rauch den Fragen von Marie-Claire Zimmermann. Und wirkte vor allem dann souverän, wenn er als Sozialminister auftrat.

Er glaube schon, dass die Aufhebung sämtlicher Corona-Maßnahmen bis Ende Juni 2023 gerechtfertigt sei. Das sage auch „die Wissenschaft“, meinte Gesundheits- und Sozialminister Johannes Rauch (Grüne) am Donnerstagabend in der „ZiB 2" bei Moderatorin Marie-Claire Zimmermann. „Wir werden das Virus weiter haben, das ist so. Aber die großen dramatischen Folgen für das Gesundheitssystem glauben wir eingedämmt zu haben“, so Rauch. „Deswegen ist es vertretbar. Das machen alle Staaten in Europa, dass sie die Maßnahmen auslaufen lassen.“

Etwas müde und abgekämpft wirkte der Minister, der seit ziemlich genau einem Jahr im Amt ist, nach den Verhandlungen und Pressekonferenzen in den vergangenen Tagen, als er gleich zu Beginn des Interviews eine Frühlings-Metapher bemühte. Es werde „wieder heller draußen“ und ein bisschen komme es einem so vor, „als würden die wirklich schwierigen Jahre hinter einem liegen“. Eine „potenziell gefährliche Variante“ zeichne sich „augenblicklich“ nicht ab, zudem seien auch ausreichend Impfstoffe und Medikamente gegen Covid-19 verfügbar, über deren Wirksamkeit mittlerweile mehr bekannt sei. Solange also das Gesundheitssystem „nicht an den Rand der Überlastung“ komme, die Spitäler „nicht überfüllt“ seien und auch auf Intensivstationen „keine dramatische Situation“ vorherrsche, könne am Fahrplan zum Auslaufen aller Vorgaben zur Bekämpfung der Pandemie festgehalten werden.

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