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Führungswechsel in Anti-Plagiats-Kommission

Fuehrungswechsel AntiPlagiatsKommission
(c) APA/Norma Langohr/Pressestelle U (Norma Langohr/Pressestelle Uni B)

Der Soziologe Peter Weingart ist neuer Chef der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität.

Führungswechsel in der Kommission für wissenschaftliche Integrität: Nachdem die Chefin der Anti-Plagiats-Kommission am 1. Jänner ihr Amt als Präsidentin der Uni Göttingen antrat, übernahm der Soziologe Peter Weingart den Posten.

Weingart (Jahrgang 1941) war von Anfang an Mitglied der Kommission, wo er den Bereich Sozialwissenschaften abdeckte. Er ist emeritierter Professor am Institut für Wissenschafts- und Technikforschung der Universität Bielefeld. Statt Beisiegel wurde Daniela Männel vom Institut für für Immunologie der Universität Regensburg in die Kommission berufen, wo sie für den Bereich Lebenswissenschaften zuständig ist.

Fehlverhalten untersuchen

Die Österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität (OeAWI) war unter dem Eindruck von Plagiatsfällen und mehreren Verdachtsfällen wissenschaftlichen Fehlverhaltens 2008 von österreichischen Universitäten und Forschungseinrichtungen gegründet worden.

2009 wurde dann im Rahmen der OeAWI eine aus fünf ausländischen Experten zusammengesetzte Kommission ins Leben gerufen, die unabhängig Vorwürfe wissenschaftlichen Fehlverhaltens in Österreich untersuchen und bewerten soll.

Veranstaltung am 20. Jänner

Die als Verein organisierte OeAWI zählt 29 Mitglieder, darunter alle Universitäten (mit Ausnahme der Musik-Uni Wien) und die großen Forschungsträger, -institute und -förderer. Zur besseren Vernetzung der beteiligten Institutionen organisiert die OeAWI am Donnerstag (20.1.) in Wien eine Veranstaltung.

Dabei soll es nicht nur um Bewusstseinsbildung für gute wissenschaftliche Praxis und Prävention gehen. Auf der Wunschliste der OeAWI steht dabei auch eine Vereinheitlichung der zahlreichen, meist unterschiedlichen Regeln der einzelnen Einrichtungen.

(APA)