Budget

Finanzminister Jeremy Hunt kämpft mit fragwürdigen Waffen gegen die Teuerung

March 15, 2023, London, United Kingdom: Chancellor of the Exchequer, Jeremy Hunt displays the red budget briefcase to th
March 15, 2023, London, United Kingdom: Chancellor of the Exchequer, Jeremy Hunt displays the red budget briefcase to thIMAGO/ZUMA Wire
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Der Budgetplan des britischen Finanzministers wird laut Experten wenig ausrichten, um die Teuerungskrise abzumildern. Unterdessen gehen die Streiks weiter – doch im Gesundheitssektor zeigt sich eine Einigung ab.

Es war wieder mal ein Tag, an dem das öffentliche Leben in Großbritannien nur stockend voranging. Am Mittwoch waren die meisten Schulen geschlossen, an den Flughäfen waren die Schlangen vor der Zollkontrolle länger als üblich, die Krankenhäuser mussten mit weniger Ärzten auskommen. In London fuhr keine U-Bahn. Rund eine halbe Million öffentliche Angestellte hatten an diesem Tag die Arbeit niedergelegt, darunter Lehrer, Grenzbeamte, Transportangestellte und Assistenzärzte. In vielen Städten zogen Streikende in Protestmärschen durch die Straßen. Es war einer der größten Streiktage seit Jahrzehnten.

Die Gewerkschaften hatten bewusst dieses Datum gewählt, denn Mittwoch war Budget Day: Der britische Finanzminister Jeremy Hunt stellte im Unterhaus seinen Haushaltsplan für die kommenden Jahre vor. Die Lohnabhängigen im öffentlichen Sektor brachten erneut jene Forderung vor, die seit neun Monaten eine riesige Streikwelle antreibt: bessere Gehälter. „Pay up!“ stand auf den Schildern, die viele Streikende hochhielten: „Bezahl uns!“. Aber wer sich von Hunt mehr Unterstützung zur Bewältigung der steigenden Lebenshaltungskosten erhofft hatte, wurde weitgehend enttäuscht.

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