Klimawandel

Italien plant Milliardenpaket im Kampf gegen Dürre

Das ausgedörrte Flussbett des Po.APA/AFP/PIERO CRUCIATTI
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Die Wasserversorgung von Haushalten und Betrieben in der Landwirtschaft soll gesichert werden. Ein großes Problem sind Wasserlecks in den Leitungen.

Angesichts der extremen Trockenheit in Italien bereitet die Regierung in Rom ein 7,8 Milliarden Euro schweres Hilfspaket vor. Umweltminister Gilberto Pichetto Fratin sagte der Zeitung "La Stampa" in einem am Freitag veröffentlichten Interview, das Kabinett werde sich in Kürze mit dem Dekret zur Verteilung und Verwendung der Mittel beschäftigen. Priorität in den nächsten Monaten habe die Wasserversorgung von Haushalten sowie Betrieben vor allem in der Landwirtschaft.

Langfristig müssten Leitungssysteme verbessert werden. In manchen Gegenden gingen durch Lecks mehr als 50 Prozent des Wassers verloren. "Das ist eine Verschwendung, die wir uns nicht länger leisten können", sagte der Minister. Im Landesdurchschnitt seien es 37 Prozent.

Um Hälfte so wenig Schnee in Alpen

Forschern und Umweltverbänden zufolge hat es im Winter in den Alpen, wo Italiens längster Fluss, der Po, entspringt, halb so viel geschneit wie normalerweise. In italienischen Flüssen und Seen zeige sich ein schwerer Wassermangel, erklärte unlängst die Umweltorganisation Legambiente. So führe der Po 61 Prozent weniger Wasser als zu dieser Jahreszeit üblich.

Im Juli vergangenen Jahres wurde für mehrere Regionen am Flusslauf der Notstand ausgerufen. Das Gebiet steht für rund ein Drittel der landwirtschaftlichen Produktion Italiens und erlebte die schwerste Dürre seit 70 Jahren.

(APA/dpa)


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