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Extraterrestrisches Leben

Blick auf die Planeten: Keiner da sonst, nirgends?

Bisher nur Science-Fiction. Aber die Suche nach anderem Leben wird intensiviert und verfeinert.
Bisher nur Science-Fiction. Aber die Suche nach anderem Leben wird intensiviert und verfeinert.Getty Images
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Trotz intensiver Suche haben sich bisher keine Spuren von extraterrestrischem Leben gefunden. Hat man an den falschenOrten gesucht?

Wo sind sie nur alle?“ Das fragte der Physiker Enrico Fermi 1950 und meinte außerirdische intelligente Lebewesen, die es angesichts der allein in der Milchstraße mehr als 100 Milliarden Sterne geben müsse, von denen sich aber keinerlei Spuren fanden, ein Missverhältnis, das als Fermi-Paradoxon in die Bücher einging und bis heute nicht aufgelöst wurde. Nur ein Mal keimte Hoffnung: Als der Astrophysiker Jerry Ehman am 15. August1977 am Radioteleskop Big Ear der Ohio State University aus den Tiefen des Alls ein so seltsames Geräusch vernahm, dass er mit „Wow!“ notierte.

Aber das bald „Wow-Ereignis“ genannte Phänomen zeigte sich nie wieder, man fand auch kein Zweites, obwohl die Organisation Search for Extraterrestrial Intelligence (Seti) mit immer feineren Ohren in den Himmel lauschte. Zwar gab es ab und zu Kandidaten, aber diese Radiosignale kamen von der Erde, von Radiosendern etwa oder dem GPS-System. Und sie waren rar, kamen als Zufallsfunde anderer Forschungen. Das änderte sich 2015, als der Milliardär Juri Milner die notorischen Finanznöte von Seti beendete und mit 100 Millionen Dollar das Breakthrough Listen Project ermöglichte, das seitdem erdumspannend mit Radioteleskopen den Himmel gezielt abtastete.


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