Interview

UN-Hochkommissar Türk: „Die Menschenrechte werden im geopolitischen Spannungsfeld zerrieben“

Der Österreicher Volker Türk in seinem Genfer Büro. Als Chef des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte verlässt er sich nicht nur auf die Macht des Worts.
Der Österreicher Volker Türk in seinem Genfer Büro. Als Chef des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte verlässt er sich nicht nur auf die Macht des Worts. REUTERS
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Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Volker Türk, über die weltweite Rezession der Freiheit, den drastischen Anstieg der Frauenfeindlichkeit und die Gewalt als extremen Ausdruck der Verachtung.

Sie sind seit Oktober Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Was hat Sie seither am tiefsten erschüttert?

Volker Türk: Ganz gleich, wo auf der Welt: Begegnungen mit Opfern von Menschenrechtsverletzungen berühren mich persönlich am meisten. Ich sehe Menschenrechte als Kraft der Veränderung. Deshalb erschüttert mich, dass Menschenrechte nicht mehr so stark wie früher als große Kraft der Erneuerung für Gesellschaften verstanden werden, sondern immer mehr in das geopolitische Fahrwasser geraten.


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