Corona-Tests

Ermittlungen gegen Eigentümer von Test-Firma Lead Horizon

Der größte Hersteller von Corona-Tests in Österreich: Lead Horizon.
Der größte Hersteller von Corona-Tests in Österreich: Lead Horizon.(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
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Dem Verdächtigen werden Untreue, Urkunden- und Beweismittelfälschung vorgeworfen. Er bestreitet die Vorwürfe und spricht von internen Streits.

Gegen einen Eigentümer von Lead Horizon, dem größten österreichischen Anbieter von Corona-Testkits, sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien eingeleitet worden. Judith Ziska, Sprecherin der Behörde, bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Zeit im Bild". Dem Mann werden Untreue, Urkunden- und Beweismittelfälschung vorgeworfen. Zudem werden Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Verbandverantwortlichkeitsgesetz geführt.

In einer Stellungnahme betonte Lead Horizon am Mittwochabend, es werde nicht gegen das Unternehmen ermittelt: "Es handelt sich um eine Auseinandersetzung auf Gesellschafterebene." Lead Horizon sei bereits 2021 in dieser Angelegenheit von einem unabhängigen Sonderprüfer "bis ins kleinste Detail geprüft" worden, "ohne dass dabei jegliche Unregelmäßigkeiten zutage gefördert werden konnten". Auch die genaue Prüfung des Jahresabschlusses 2021 habe keinerlei Auffälligkeiten ergeben.

Die Ermittlungen beruhen auf einer Sachverhaltsdarstellung, die einer der Gründer von Lead Horizon, Christoph Steininger, bei der Wiener Anklagebehörde eingebracht hat. Das berichtete der ORF. Steininger ist mittlerweile nicht mehr in dem Unternehmen tätig. Konkret ermittelt wird unter anderem, weil der Beschuldigte in mehreren Fällen Gelder aus dem Unternehmen genommen und damit andere Eigentümer und die Firma geschädigt haben soll.

Es gehe etwa um Umbauarbeiten in einem Büro des Verdächtigen. Von einem Schaden in der Höhe von fast einer Viertel Million Euro ist die Rede. Auch soll der Mann eine seiner anderen Firmen um mehr als 80.000 Euro beauftragt haben, obwohl die gar nicht über die notwendige Gewerbeberechtigung verfügt haben soll. Ein weiterer Vorwurf: Der Verdächtige soll ein Angebot einer Beratungsfirma verändert haben, hier wird laut ORF auch wegen Urkunden- und Beweismittelfälschung ermittelt.

Der Verdächtige bestreitet laut ORF alle Vorwürfe und nennt sie "haltlos". Er spricht von internen Streits.

Das Wiener Testprogramm zeichnete eine Erfolgsgeschichte. Die Testkits hat das Start-up Lead Horizon entwickelt und hergestellt, ausgewertet werden die Proben in den Laboren der Firma Lifebrain.

(APA)

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