Vier Tore bei Tuchels Einstand, Müller trifft, Sané spielt, Kahn und Matthäus „lügen“ – Bayern wird Meister.
München. Typisch Bayern: Der FCB schmeißt den Trainer raus, der Wirbel bereitet ein Boulevard-Festival, Spieler kicken prompt verwandelt, besiegen Dortmund, man ist wieder Tabellenführer – und trotzdem ist nicht jeder rundum zufrieden. Wer Lehren ziehen will aus dem 4:2-Sieg der Bayern gegen Dortmund, tut sich schwer. Es gibt viele wichtige Ansätze, einen kuriosen Patzer des BVB-Keepers. Und, den Streit zwischen Lothar Matthäus und Oliver Kahn.
Ob Kahn und sein Sportdirektor Julian Nagelsmann – er knickte vor Sadio Mané ein und war nach dem 1:2 gegen Leverkusen auf Skiurlaub statt zur Analyse greifbar –, vorab per Telefon über sein Aus informiert haben oder nicht, bewegte Medien nach Thomas Tuchels imposanten Einstand genauso wie der Ausstand seines Vorgängers. Ex-Spieler Matthäus verneinte, Kahn bejahte, man nannte sich im Live-TV „Lügner“ und lieferte eine Wrestling-esque Kulisse zum wunderbaren Fußballspiel.