Tipps: "Auch zu unpopulären Entscheidungen stehen"

Veit SorgerTraineeNet

Veit Sorger über richtige Ausbildung und guten Führungsstil.

„Wichtig für junge Leute ist es heute, internationale Erfahrungen zu sammeln“, sagte Veit Sorger, Präsident der Industriellenvereinigung (IV), bei einer Diskussionsveranstaltung der Netzwerkplattform Traineenet. Das gelte für alle Branchen. Im Gespräch mit „Presse“-Karrieren-Ressortleiter Nikolaus Koller und einem Publikum aus angehenden Führungskräften öffnete er seinen Erfahrungsschatz als Manager in der Papierindustrie und Stimme der heimischen Industrie.

Zentrales Thema war die richtige Ausbildung für eine erfolgreiche berufliche Zukunft. „Was ich mache, muss mir Spaß machen. Darüber hinaus sollte man aber etwas auswählen, wofür es einen entsprechenden Markt gibt“, sagte Sorger. Es sei lobenswert, sich über ein Studium nicht nur qualifizieren, sondern auch bilden zu wollen. Das alleine bringe aber noch keinen Job: „Wichtig ist, dass man etwas lernt, das einen von anderen abhebt.“

Eine gute Führungskraft kann laut Sorger gut zuhören und Argumente richtig evaluieren. „Am Ende muss man aber den Schritt wagen, selbst zu entscheiden, und sich bei Fehlern hinterher nicht bei anderen abzuputzen“, sagte der IV-Präsident. „Wenn man von etwas überzeugt ist, muss man auch unpopuläre Entscheidungen durchbringen.“

„Mir war nie bewusst, dass ich ein Netzwerk habe“, meinte Sorger zu einem der großen Karrierethemen. Er sei nie bei einer Partei oder einem Geheimbund und bis zum Antritt als IV-Vizepräsident im Jahr 2000 auch bei keiner Interessenvertretung gewesen. Schon eher hätten enge und langjährige Freundschaften und der berufliche Erfolg selbst seine Karriere gefördert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.01.2011)

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