Experten rechnen mit dem Abbau Tausender Stellen.
Zürich. Der neue UBS-Konzernchef, Sergio Ermotti, stimmt die Mitarbeiter der vor der Übernahme stehenden Credit Suisse (CS) auf strenge Maßnahmen ein. Der Zusammenschluss werde bedeutende Vorteile, aber auch schwierige Entscheidungen mit sich bringen.
Experten rechnen damit, dass die Zusammenführung von UBS und Credit Suisse mit gegenwärtig über 120.000 Mitarbeitern angesichts von bedeutenden Überlappungen Tausende Stellen kosten könnte. Die Schweizer Regierung hatte Mitte März eine Notübernahme der Credit Suisse durch die Rivalin UBS orchestriert, nachdem ein Bankensturm das 167-jährige Institut an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht hatte.
Integration braucht Zeit
Die UBS wollte sich zu einem möglichen Stellenabbau nicht in die Karten blicken lassen. Es sei noch zu früh, um über den Endzustand der neuen Organisation zu spekulieren, erklärte Ermotti. „Aber ich versichere Ihnen, dass wir alle Mitarbeiter der Credit Suisse und der UBS fair behandeln werden.“
Colm Kelleher, der UBS-Verwaltungsratspräsident, hatte zuletzt im Rahmen der Aktionärsversammlung prognostiziert, dass die Integration drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen dürfte. (Reuters)
("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.04.2023)