Analyse

Nordkorea verfällt in schrille Kriegshysterie

Kim Jong-un mit Tochter Ju Ae beim jüngsten Start einer Hwasong-18 Interkontinentalrakete.
Kim Jong-un mit Tochter Ju Ae beim jüngsten Start einer Hwasong-18 Interkontinentalrakete. APA/AFP/KCNA VIA KNS/STR
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Diktator Kim Jong-un könnte den Krieg in der Ukraine und die brisante Lage um Taiwan für eine Provokation ausnutzen.

Wenn Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un etwas besonders Brisantes anzudrohen hat, lässt er das gern andere verkünden. Beispielsweise einen propagandistischen Scharfmacher aus dem Parteiapparat wie Choe Ju-hyon. Dieser „Analyst für internationale Sicherheit“ fabuliert, dass die koreanische Halbinsel „am Rande eines Nuklearkrieges“ stehe. Offizieller Grund sind angeblich die „Kriegsübungen für eine Aggression“, die kürzlich von den USA und ihren Verbündeten in der Region unternommen wurden. Einen aktuellen Anlass für diese neuerliche Kriegshysterie gibt es zwar nicht, aber offenbar will das Regime seinem Volk erklären, warum Nordkorea seit einiger Zeit beinahe täglich Raketen und andere Waffen testet.

Erst am Donnerstag war in der Nähe von Pjöngjang ein atomwaffenfähiger Flugkörper mit einer Reichweite von vermutlich 1000 Kilometern Richtung Japanisches Meer abgefeuert worden. Die Regierung in Tokio musste die Bewohner der Nordinsel Hokkaido vorsichtshalber auffordern, Schutzräume aufzusuchen.

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