Das Nettoergebnis des österreichischen Immobilienentwicklers ist im Vorjahr um 38 Prozent eingebrochen. Beim Ausblick für die kommenden Monate zeigt sich UBM verhalten, eine Dividende soll dennoch ausgezahlt werden.
Der österreichische Immobilienentwickler UBM Development erzielte im Vorjahr einen Nettogewinn von 27,1 Millionen Euro, nach 43,7 Millionen Euro im Jahr zuvor. Das Ergebnis vor Steuern hat sich mit 31,5 Millionen Euro nahezu halbiert. Die UBM verweist in Hinblick auf die Zahlen auf eine komplette Flaute am Transaktionsmarkt im zweiten Halbjahr. Zusätzlich seien Verzögerungen bei der Erteilung von Genehmigungen und Übergaben hinzugekommen, teilte die UBM am Montag mit.
Die UBM verfügte zum Jahresende über ein Eigenkapital von 501,4 Millionen Euro. Bei einer Bilanzsumme von 1,452 Milliarden Euro entspricht dies einer Eigenkapitalquote von 34,5 Prozent, nach 35,7 Prozent im Jahr zuvor. Der Immobilienentwickler weist für Ende 2022 einen Cash-Bestand von 322,9 Millionen Euro aus, die Nettoverschuldung lag bei 500,2 Millionen Euro.
UBM will dennoch Dividende auszahlen
Entsprechend dem Ergebnis werden Vorstand und Aufsichtsrat der UBM der Hauptversammlung eine Dividende pro Aktie von 1,10 Euro vorschlagen, nach 2,25 Euro für 2021. "Die UBM ist ein verlässlicher Dividenden-Zahler, in guten wie in schlechten Zeiten", betonte Thomas G. Winkler. "Wir gehören ohne Zweifel weiter zu den Dividendenkaisern an der Wiener Börse, wo wir auch im 'ATX Top Dividend' vertreten sind und somit zu den Top 15 Dividendentiteln in Österreich gehören", so Winkler weiter.
Die UBM verwies in der Aussendung auf eine Entwicklungspipeline über 2,1 Milliarden Euro. Wobei die Projekte zu 90 Prozent in Deutschland und Österreich sind. Außerdem entfallen 57 Prozent auf die Assetklasse Wohnen und 43 Prozent auf Büros. Mehr als 250.000 Quadratmeter sind in Holz-Hybridbauweise geplant oder werden bereits errichtet. Damit sei die UBM einer der führenden Entwickler von Holzbau-Projekten in Europa.
Aktuell geht die UBM davon aus, dass es im ersten Halbjahr keine größeren Transaktionen geben wird. Der Immobilienentwickler werde das ganze Jahr über von der Inflation, steigenden Zinsen sowie steigenden Baukosten betroffen sein, teilte das Unternehmen mit. Ab der Jahresmitte könnte sich die Situation jedoch entspannen.
(APA)